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Das denkmalsgeschützte durch die Immobilienverwaltung des damaligen Bezirks Wedding an Bildende Künstlerinnen und Künstler und Sozialbetriebe vermietete Fabrikgebäude sollte im Jahr 2006 vom mittlerweile verfügungsberechtigten landeseigenen Liegenschaftsfonds im Rahmen eines Paketverkaufs an „Heuschreckenfonds" verkauft werden.
Die ansässigen Künstlerinnen wehrten sich mit der Unterstützung vieler Kultur- und Bezirkspolitiker gegen die Spekulation mit „ihren" Ateliers. Zunächst mit Erfolg, denn das Verkaufsgeschäft platzte (Die Welt u.a. 21.4.2007).
Bis letzten Mittwoch verhandelte man aber ohne Erfolg um den Direktverkauf an die mittlerweile gegründete Künstlergenossenschaft. Er sollte laut den Regelungen des Liegenschaftsfonds zum „Verkehrswert" erfolgen, über den sich aber Bezirk, Gutachterausschuß und Liegenschaftsfonds aber nicht einigen konnten.
Das Verkaufsgeschäft war vom Liegenschaftsfonds trotz der nachweislichen Bereitstellung des Kaufpreises und unterschiedlichster politischer Interventionen mehrfach für gescheitert erklärt worden, was zuletzt in ein neuerliches Bieterverfahren mündete, in dem konkurrierende Bieter bessere Konditionen angeboten bekamen als die Künstlergenossenschaft. Die Aufteilung des Hauses in Eigentumslofts wurde hier u.a. angestrebt. Diesem Verwertungsdruck hätten die Ateliers nicht standgehalten. (Presserklärung des Berufsverbands Bildender Künstler v. 2.4.09)
Eine neuerliche Intervention des Kulturstaatssekretärs Schmitz hat nun offensichtlich bewirkt, dass die komplizierte Gemengelage politisch entwirrt werden konnte und das Atelierhaus durch die Künstlergenossenschaft bewirtschaftet und erhalten werden kann.
Die als Käuferin aufgetretene „Edith Maryon Stiftung" zahlt zwar deutlich mehr als den vom Berliner Gutachterausschuß ermittelten Verkehrswert, aber durch die Bedingungen des langfristigen Erbpachtvertrags mit der Künstlergenossenschaft ist die tatsächliche finanzielle Belastung für die Künstler gerade noch zu tragen.
Florian Schöttle, Atelierbeauftragten im Kulturwerk des bbk berlinAtelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH
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