Pressemitteilungvom 10.06.09
2007 hatte der bbk berlin die schauerliche künstlerische Gestaltung des neuen Hauptbahnhofes
mit der Skulptur „Rolling Horses" kritisiert. Diese Skulptur wurde ohne Ausschreibung,
Wettbewerb und Fachjury wie ein Privatprojekt des damaligen Vorstandsvorsitzenden der
Deutschen Bahn AG in Auftrag gegeben und aufgestellt.
Jetzt will die Deutsche Bahn solche Verfahren selbst nicht mehr zulassen. Der neue
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Grube, hat dem bbk berlin mitgeteilt:
„Ich kann Ihre Forderung von qualifizierten Ausschreibungsverfahren für die künstlerische
Gestaltung städtebaulich wichtiger Orte durchaus nachvollziehen. Deshalb werde ich
sicherstellen, dass entsprechende Vorhaben der Deutschen Bahn zukünftig ausschließlich im
Wettbewerbsverfahren vergeben werden.
Ich bitte allerdings um Ihr Verständnis, dass wir auch vor dem Hintergrund der derzeitigen
wirtschaftlichen Lage für den Hauptbahnhof in Berlin keine weitere künstlerische Gestaltung
vornehmen."
Finanzielle Gründe für eine neue Gestaltung des Areals um den Hauptbahnhof kann der
Verband nachvollziehen und schlägt deshalb als ersten Schritt vor, zunächst einen
Gestaltungsplan für das Areal um den Hauptbahnhof von einem qualifiziert besetzten
„Gestaltungsbeirat Hauptbahnhof" ausarbeiten zu lassen. In ihm sollten die Bahn und das Land
Berlin vertreten sein.