|
||||||
|
|
Pressemitteilung des Atelierbeauftragten zur Atelierbörse
Florian Schöttle Am 4. Juni wollen einige städtische Wohnungsbaugesellschaften eine sogenannte Atelierbörse auf dem KPM – Gelände veranstalten. „ Einerseits“, so zu dieser Veranstaltung Florian Schöttle, Atelierbeauftragter des Landes Berlin im Kulturwerk des bbk berlins,“ ist es zu begrüßen, wenn der Immobilienbestand des Landes für künstlerische Nutzungen verfügbar gemacht werden soll. Diese Kooperation fordert das Atelierbüro seit langem. Deshalb bleibt ein Hauch des Unseriösen, wenn man den Text der Pressemitteilung der Veranstalter genauer liest. Kaum eines der dem Atelierbüro bekannten Angebote der städtischen Gesellschaften, des Liegenschaftsfonds und der BIM erfüllt die berufsbedingten Anforderungen professioneller Bildender Künstler: Entweder handelt es sich um Angebote kurzfristiger Zwischennutzungen mit kurzfristigen Kündigungsterminen– in diese Kategorie gehören die in der Erklärung aufgeführten Angebotsbeispiele, die zudem noch Investitionsbedarf auslösen, soll eine Produktionsnutzung möglich werden, im Rotaprintblock sind bereits mehrfach Atelierprojekte wegen des Verkaufsvorbehaltes gescheitert - oder um Flächen, die sich für künstlerische Produktion nicht oder kaum eignen. Ohne weiteres geeignete Flächen werden zu Konditionen angeboten, die für Berufskünstler eben nicht mehr bezahlbar sind. Die Annahme, dass beliebiger Leerstand als Atelier nutzbar sein soll, ist naiv ( vgl. Anlage ). Wo Ansatzpunkte für seriöse Projektentwicklung sind, wird das Atelierbüro wie schon seit Jahren die Kooperation mit den städtischen Gesellschaften suchen. Dafür bietet die „Börse“ hoffentlich trotz Bedenken ein Forum.
Auf Bitten der Staatssekretärin für Kultur haben uns landeseigene Immobilienträger und Wohnungsbaugenossenschaften Listen mit leerstehden Flächen in einigen Berliner Bezirken vorgelgt. Die Angebote werden zur Zeit nach den folgenden Kriterien überprüft: Bezahlbarkeit
Technische Eignung Perspektive Professionelles Umfeld
Das vorliegende Angebot umfasst derzeit 171 Einzeleinheiten, von denen 13 nach der ersten Durchsicht vom Preis her geeignet erscheinen, einen Flächenzuschnitt vorausgesetzt, der eine effektive Nutzung ermöglicht. Die großen leerstehenden Liegenschaften wie das ehemalige „Rothaprintgelände“ und das „Krankenhaus Moabit“ bedingen baurechtliche Prüfung, weil die angedachte Nutzung den Tatbestand der Umnutzung erfüllt. Größtenteils sind Investitionen nötig, um einen technisch nutzbaren und baurechtlich zulässigen Standard zu erreichen. Über die Nutzungsfristen wurde bisher nur ansatzweise verhandelt. In der Regel haben die Angebote Zwischennutzungscharakter. Florian Schöttle Ansprechpartner | |||||
|
|
Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlins GmbH Köthener Straße 44 tel 030 230899-21 Florian Schöttle (Atelierbeauftragter) fax 030 230899-19 |
|||||