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Häppchen statt Schnäppchen

Keine „1000 Ateliers“ zu minimalen Preisen auf der Atelierbörse vorgestellt!

Momper: Berliner Atelierförderung wird abgeschafft

Walter Mompers Rede zur Eröffnung der sogenannten „Atelierbörse“ der Wohnungsbaugesellschaften wurde durch Künstler unterbrochen, die gegen die von Teilen der SPD beabsichtigte Streichung des Ateliersofortprogramms protestierten.
Von 1000 Ateliers zu minimalen Preisen war bei den Wohnungsbaugesellschaften keine Rede, die ihren Leerstand – von Ausnahmen abgesehen - zu üblichen Marktpreisen oder unsichere Zwischen-nutzungen anboten.

Parlamentspräsident Walter Momper wörtlich zu Künstlern auf der Börse: „Das Ateliersofort-programm wird abgeschafft, davon können Sie ausgehen“.
Herbert Mondry, Vorsitzender des bbk berlins: „Ist die Abschaffung des Ateliersofortprogramms tatsächlich die Position der SPD – Fraktion zur Bildenden Kunst? Entscheidet dies die SPD, ohne den eigenen Koalitionspartner und den amtierenden Kultursenator zu fragen?“ Mondry weiter: „Ist dies so und steht dieser Entschluß fest, ohne den vom Hauptausschuß erbetenen Senatsbericht zur Atelierförderung überhaupt zu abzuwarten und ohne sich danach fachlich zu beraten, brauchen wir eigentlich keine Regierung und kein Parlament! Dann haben wir Bananenrepublik“.

Wir kommt es, dass die auf der Börse vertretenen Wohnungsbaugesellschaften eine in ihrem Namen verbreitete Presseerklärung „1000 Ateliers zu minimalen Kosten“ nicht kennen, die von einer Mitarbeiterin der SPD – Abgeordnetenhausfraktion stammt?
Mondry: „Wie die städtischen Wohnungsbaugesellschaften von Politikern ohne Mandat für eigene Zwecke so leichthin instrumentalisiert werden können, ist ein Skandal. Wer macht hier in der Stadt eigentlich Politik? Will sich das Land seine Politik von einigen wenigen Abgeordneten vorschreiben lassen?“ Und schließlich: „Will das Land ernsthaft der Kunst ihre ohnehin nicht ausreichende Infrastruktur von einer kunstfeindlichen Ideologen – Truppe kaputt machen lassen?“

Ergänzende Mitteilung

Am 10. 6. 2004 hat sich der Sprecher der SPD – Abgeordnetenhausfraktion mit dem bbk berlins in Verbindung gesetzt und um folgende korrigierende Hinweise gebeten:

1. Die Verantwortliche für Presserklärungen, die in bezug auf eine „Atelierbörse“ im Namen städtischer Gesellschaften abgegeben wurde („1000 Ateliers zu minimalen Preisen“, "bezugsfertig“ etc), Frau Homann, sei nicht Mitarbeiterin der SPD – Abgeordnetenhausfraktion, sondern persönliche Mitarbeiterin von Frau Hella Dunger–Löper, die bis Mai 2004 SPD–Abgeordnete und Vorsitzende des Hauptausschusses war.

2. Gegenüber der SPD – Fraktion habe der Parlamentspräsident Walter Momper Wert auf die Feststellung gelegt, dass er nicht für die Abschaffung des Ateliersofortprogrammes eingetreten sei.

3. Dies sei auch nicht die Position der SPD –Abgeordnetenhausfraktion.


Berlin, 10.6. 2004



 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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