Pressemitteilung
Atelierbüro und B90/GRÜNE planen gemeinsame Initiative

12.8.05
PRESSEMITTEILUNG

Atelierbüro und B90/GRÜNE planen gemeinsame Initiative:
Atelierwohnungen aus dem geförderten Wohnungsbau sollen für die Künstlerinnen und Künstler wieder bezahlbar werden.

57 von insgesamt ca. 350 Ateliers und Atelierwohnungen aus den Wohnungsbauförder-programmen sind von der förderbedingten Belegungsbindung freigestellt, d.h. sie wurden an nicht zur eigentlichen Zielgruppe zählende Interessenten vermietet.

Der Atelierbeauftragte im Kulturwerk des bbk berlins Florian Schöttle und der haushalts- politische Sprecher von B90/GRÜNE Schruoffeneger sind sich einig darüber, dass viele der in den Wohnungsbauprogrammen geförderten Ateliers und Atelierwohnungen durch die förderbedingt hohen Mieten für Künstlerinnen und Künstler nicht mehr bezahlbar sind.

Die Problematik der starren Finanzierungsstrukturen erzeugt nicht nur Fehlbelegungen von Atelierwohnungen, sondern für einen großen Teil des 80 000 Wohnungen umfassenden Bestandes aus der Förde-rung „Soziale Stadterneuerung“ steht die Zielgenauigkeit für sozial betroffene Wohnungssuchende auf-grund der insgesamt zu hohen Mieten sehr in Frage.
Es wurde verabredet, exemplarisch bei den Atelierwohnungen Auswege aus dem Dilemma zu suchen, dass die Wohnungen trotz der Förderung in vielen Fällen genauso teuer sind wie die freifinanzierten.

Für Ateliers und Atelierwohnungen ist das Atelierbüro die zentrale Kontrollinstanz. Im Gegensatz zu den anderen 79 700 Wohnungen findet durch das Büro eine Belegungskontrolle statt.

Geprüft und parlamentarisch diskutiert werden sollen Möglichkeiten einer vorzeitigen Beendigung oder Ablösung der Förderung und Belegungsbindung bei Fehlbelegern, um mit den so verfügbar gemachten Mitteln andere Objekte innerhalb der Belegungsbindung bezahlbar zu machen. Dabei soll geprüft werden, ob bei den Arbeitsflächen eine Umstellung der Förderkredite auf zinslose Darlehen möglich ist. Dies wäre ein wirksames Programm der Strukturförderung im Bereich der Kulturwirtschaft und ist damit im klassischen Aufgabengebiet der IBB als Wirtschaftsförderbank des Landes.
Erreicht werden sollen Entlastungen in den Mieten für die anteiligen Arbeitsflächen. Die Mietabsenkung soll mindestens dem Wohngeld für Wohnflächen entsprechen.

Flankierend sollen Freistellungen von der Belegungsbindung restriktiver gehandhabt werden als bisher.

Atelierbüro und B90/GRÜNE wollen das Problem überteuerter Atelierwohnungen lösen. Dies geht nur im Zusammenhang mit der Wohnungspolitik, die es verursacht hat. Eine Förderung dieser Objekte etwa durch weitere Bezuschussung aus dem für andere Zwecke gedachten Atelieranmietprogramm der Kulturverwaltung wird abgelehnt.


Oliver Schruoffeneger, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin
Florian Schöttle, Atelierbeauftragter im Kulturwerk des bbk berlins, Tel. 0177/2892555
Bernhard Kotowski, Geschäftsführer des Kulturwerkes des bbk berlins, Tel. 030/23089929

 



Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlins GmbH

Köthener Straße 44
10963 Berlin

tel 030 230899-21 Florian Schöttle (Atelierbeauftragter)
tel 030 230899-22 Birgit Nowack (Ateliersofortprogramm)
tel 030 230899-20 Johannes Winzek (mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen)

fax 030 230899-19

atelierbuero@bbk-kulturwerk.de