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Berliner Kunstinstitutionen und –initiativen veröffentlichen zentrale Forderungen an die Berliner Kulturpolitik

Pressemitteilung  -  Berlin, den 28. September 2011

Mit Blick auf die neue Legislaturperiode haben maßgebliche Akteure der Bildenden Kunst in Berlin

 Stéphane Bauer als Leiter des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,
 Leonie Baumann als Rektorin der Kunsthochschule Berlin Weißensee,
 Kerstin Karge für das Netzwerk unabhängiger Projekträume und –initiativen,
 Herbert Mondry als Vorsitzender des bbk berlin,
 Karin Rebbert als Geschäftsführerin Neue Gesellschaft für Bildende Kunst,
 Christoph Tannert als Projektleiter vom Künstlerhaus Bethanien,
 Florian Wüst von der Initiative Haben und Brauchen,

gemeinsame Anforderungen an die künftige Berliner Kultur- und Stadtentwicklungspolitik formuliert. 

 

Sie lauten:

Was die Bildende Kunst in Berlin braucht:

Eine angemessene Wertschätzung der zeitgenössischen Bildenden Kunst und ihrer Leistungen für die Stadt Berlin - damit verbunden eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den oft prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bildenden Künstler/innen, überhaupt der meisten Akteure der Bildenden Kunst in Berlin.

Bau- und Stadtentwicklungspolitik 

Wirkungsvolle Strategien gegen die zunehmenden innerstädtischen Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse, so dass die für die Kunst und die Künstler/innen notwendigen Produktions-, Projekt- und Präsentationsflächen bezahlbar bleiben. Dazu gehört eine veränderte Liegenschaftspolitik des Landes Berlin, beispielsweise im Liegenschaftsfonds und bei der Nutzungsplanung des Flughafengeländes Tempelhof, die einer kulturellen Nutzung Vorrang einräumt.

Individuelle Förderung

Eine individuelle Künstlerförderung, die der gestiegenen Zahl auch internationaler Künstler/innen in der Stadt gerecht wird; Zahlung von Ausstellungshonoraren für die Werknutzungen Bildender Künstler/innen in den von Berlin getragenen Ausstellungen sowie eine angemessene Vergütung kuratorischer Arbeit.

Infrastrukturförderung

Eine substanzielle Förderung der Arbeits-, Produktions- und Präsentationsstrukturen der Bildenden Kunst, die die bestehenden Strukturen nicht weiter gefährdet, sondern fördert und Planungssicherheit gewährleistet. Hierzu gehören auch Finanzierungsressourcen zur Realisierung größerer gemeinsamer Ausstellungsvorhaben der Kunstvereine und der Kunstwerke.

Förderung alternativer Netzwerke

Eine Wahrnehmung des Beitrages, den selbstorganisierte Projekt- und Kunsträume sowie Produzentengalerien zur Entwicklung der Kunst und für Berlin leisten, sowie eine entsprechend flexible Förderstruktur.

Bezirkliche Kulturförderung

Einen Stopp des Abbaus in der bezirklichen Kulturarbeit und eine Beseitigung der strukturellen Defizite bei Mittelzuweisung und Personalentwicklung.

Kulturpolitischer Dialog

Notwendig ist ein verbindlicher, kontinuierlicher Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Akteuren der Bildenden Kunst und kulturpolitischen Entscheidungsträgern.

 

Diese Eckpunkte sind heute an die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus und an die Berliner Kulturverwaltung übermittelt worden.

  

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