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Steuerberatung des bbk berlin

Die Beratung umfasst alle Steuerarten sowie auch Buchführungs- und Bilanzierungsfragen. Künstler die den Start in die freiberuflichkeit wagen, können sich in einem 20minütigem Beratungsgespräch über ihre steuerlichen Pflichten und Rechte informieren. Aber auch Einzelfragen zu speziellen Themen werden beantwortet und Hilfestellungen bei Erstellung der Steuererklärungen gegeben.
Die Beratungsleistungen stehen allen Mitglieder des bbk berlin kostenlos zur Verfügung.

Der bbk berlin stellt seinen Mitgliedern 1 x monatlich mittwochs von 11- 15 Uhr einen Steuerberatungstermin nach vorheriger Terminvereinbarung mit Frau Hobohm, Herrn Vogel bzw. Herrn Dr. Klier an.

Die Beratungstermine vereinbaren Sie bitte mit der Geschäftsstelle unter tel. 030 - 230 899 0.

 


Aktuelles:

img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif bbk berlin informiert: Bürokratie Merkposten zum Jahreswechsel 2015/16 http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=565c75017d042&akt=news_allgemein:

Kleinunternehmerstatus entfällt/ Umsatzsteuerbefreiung winkt/ Höhere Betriebskosten bei viel Hin- und Herfahrerei/ Verjährung offener Rechnungen/ Alte Belege wegschmeißen... u.a.


Tipps:

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif  Bundessozialgericht: steuerfreie Stipendien sind künstlerisches Einkommen

Steuerfreie Stipendien müssen künftig von der KSK - abweichend von der bisherigen Praxis - als Einkommen aus künstlerischer Tätigkeit anerkannt werden. Damit tragen Einkünfte aus Stipendien zum Erreichen des Mindesteinkommens von mehr als 3.900 Euro bei. Dies hat das Bundessozialgericht in einer Entscheidung festgestellt. Das hat weitreichende Folgen: Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen vier Jahren einen bestandskräftigen Bescheid über sog. Versicherungsfreiheit, d.h. Beendigung der Mitgliedschaft in der KSK erhalten haben, obwohl sie mit einem steuerfreien Stipendium das Mindesteinkommen erzielt hätten, können gegen diesen Bescheid vorgehen. Auskünfte über die KSK.

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   Umsatzsteuerreglung beim Verkauf von Kunstwerken: 7% oder 19%?

Zur aktuellen Situation bei Kunstverkäufen mit unterschiedlichen Umsatzsteuersätzen von 7% (für Künstlerinnen und Künstler) und 19% (für Galerien und Kunsthandel):

  1. umsatzsteuerpflichtige Künstlerinnen und Künstler verkaufen aus Ihrem Atelier an Privat oder auch an Institutionen für 7% MwSt. wie bisher geregelt. (Diejenigen, die unter die Kleinunternehmerreglung fallen, schreiben Rechnungen ohne MwSt!)
  2. Künstlerinnen und Künstler vereinbaren mit Galerien oder dem Kunsthandel generell einen Nettopreis für Ihre Werke und davon erhalten sie 50% (bzw. je nach Absprache). Auf den Endpreis für die Kunden werden die 19% der Händler zuzüglich berechnet. Das ergibt den Endpreis des Werks. Diejenigen, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind (Kleinunternehmerreglung), berechnen dem Händler das Werk ohne MwSt., die Umsatzsteuerpflichtigen berechnen den Galeristen 7% MwSt. (Unabhängig von der Art der Zusammenarbeit zwischen Künstlern/innen und Galeristen/innen oder Händlern/innen, ob in Kommission oder Vertretung sollte immer eine vertragliche Vereinbarung über die betreffenden Kunstwerke geschlossen werden.)

Eine spürbare Erleichterung für Künstler/innen und Kunsthandel würde der geforderte und noch immer ausstehende "Anwendungserlass" für die Margensteuerreglung durch die Länder bedeuten.

Berechnungsbeispiel: Ein Kunstwerk kostet 2.000,00 Euro inkl. MwSt.

  1. Aus dem Atelier: (Künstler/in ist umsatzsteuerpflichtig)
    Umsatzsteuerpflichtige verkaufen direkt an Kunden für 2.000,00 Euro. Ihre Einnahme beträgt 1.869,16 Euro, 7% = 130,84 Euro MwSt. sind dem Finanzamt zu melden. Gezahlte Mehrwertsteuer für Material-, Atelierkosten etc. kann in der Umsatzsteuererklärung gegen eingenommene MwSt. (der Einnahmen) verrechnet werden.

  2. Aus dem Atelier: (Künstler/in ist Kleinunternehmer/in)
    Kleinunternehmer verkauft direkt an Kunden für 2.000,00 Euro. Gezahlte Steuern für Material-, Atelierkosten etc. können nicht geltend gemacht werden.

  3. Verkauf in der Galerie: (Künstler/in ist umsatzsteuerpflichtig)
    Die Galerie verkauft an den Kunden für 2.000,00 Euro. Die Galeristen zahlen 19% = 319,33 Euro MwSt.: 2.000,00 – 319,33 = 1680,67 Euro (Netto).
    Umsatzsteuerpflichtige Künstler/innen erhalten in diesem Beispiel vom Galeristen
    50% vom Netto + 7% MwSt.:
    840,33 + 58,82 = 899,15 Euro. * (7% MwSt. muss abgeführt werden.)
    Gezahlte Steuern für Material-, Atelierkosten etc. können gegengerechnet werden.
    * Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% auf den Verkauf vom Künstler an den Galeristen bleibt erhalten. (gilt auch für Bühnen- und Kostümbildner/innen)

  4. Verkauf in der Galerie: (Künstler/in ist Kleinunternehmer/in)
    Die Galerie verkauft an den Kunden für 2.000,00 Euro, meldet dem Finanzamt 19% MwSt = 319,33 Euro und behält 840,33 Euro. Die Galerie ist vorsteuerabzugsfähig.
    Der/die Künstler/in erhält vom Endpreis (2.000,00 Euro) 50% vom Netto = 840,33 Euro. (Rechnung ohne MwSt. bei Kleinunternehmerreglung)

  5. Künstler/innen drucken für die eigene künstlerische Produktion bzw. für Kollegen/innen und veräußern die Arbeiten bzw. setzen die Arbeitsleistung in Zahlung:
    Dabei ist zu beachten, dass für den Verkauf der eigenen künstlerischen Druckerzeugnisse* 7% MwSt. zu berechnen sind, jedoch 19% sofern es sich um eine Dienstleistung handelt, das betrifft den Druck der künstlerischen Arbeiten ebenso wie den Verkauf.
    * Wie bisher gelten für Fotografie, Siebdruck, Video, Lichtkunst etc. eine MwSt von 19%! (keine 7%)

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   Der ermäßigte Umsatzteuersatz von 7% gilt ab 01.01.2013 nur noch für die direkt vom Urheber/ Künstlerin veräußerten Kunstwerke. Sobald gewerblich mit der Kunst gehandelt wird, also wenn z.B. ein Galerist/in die Werke verkauft, gilt der normale Steuersatz von 19%.

Der ermässigte Steuersatz von 7% für den Verkauf von Kunstgegenständen ist hier geregelt: § 12 Abs.2 Nr.1 UStG in Verbindung mit Nr.53 der Anlage 2 zum UStG: http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/anlage_2.html

53 
Kunstgegenstände, und zwara) Gemälde und Zeichnungen, vollständig mit der Hand geschaffen, sowie Collagen und ähnliche dekorative Bildwerke, Position 9701
b) Originalstiche, -schnitte und -steindrucke, Position 9702 00 00
c)Originalerzeugnisse der Bildhauerkunst, aus Stoffen aller Art

Diese Änderung wurde auf Druck der EU umgesetzt, sie war ja schon lange avisiert. Letztlich hat man die Künstler/innen dann doch vor der Steuersatzerhöhung bewahrt. Die Regelung kann dennoch zu Konflikten führen, denn ein Kauf direkt von dem/ der Künstler/in wird nun viel attraktiver.

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   Wann 7% oder 19% Mehrwertsteuer?
Muss ich auf meine Rechnungen 7 oder 19 % Mehrwertsteuer aufschlagen? Die Unsicherheit ist selbst bei Steuerberatern groß - dabei ist es im Gesetz ziemlich eindeutig geregelt:

Grundsätzlich gilt der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% gilt im Bereich der Berufsgruppen, an die sich dieser Ratgeber wendet, vor allem für

* "die Einräumung, Übertragung und Wahrnehmung von Rechten, die sich aus dem Urheberrechtsgesetz ergeben" (§ 12 Abs. 2 Nr. 7c UStG).

Das heißt: Wer immer urheberrechtlich geschützte Werke schafft und anderen zur Nutzung überlässt, braucht dafür nur 7% Mehrwertsteuer zu nehmen. Was für Werke das genau sind, ist egal - Hauptsache, sie sind urheberrechtlich geschützt: Romane, Zeitungsartikel, Werbetexte, Pressemitteilungen, Übersetzungen, Fotos, gestaltete Websites, Firmenlogos, Computerprogramme, Filme, Opern, Jingles für den Rundfunk - alles 7%. Das Gerücht, dass in der Werbung oder für manche Fotos 19% genommen werden müssen, hält sich zwar hartnäckig, ist aber falsch.

19% gelten nur für Selbstständige, die durch ihre Arbeit keine eigenen Urheberrechte erwerben. In der Regel also für Lektoren, Cutterinnen, Korrektorinnen, Dozenten, IT-Berater - und für Übersetzerinnen dann, wenn sie Texte übersetzen, die nicht veröffentlicht werden, wie Gerichtsdokumente, Verträge oder private Aufzeichnungen.

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   Umsatzsteuer Zwang zur elektronischen Signatur bleibt vorerst doch

Anders als auch von mediafon angekündigt, bleiben per E-Mail übermittelte Rechnungen über den 1. Juli hinaus vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen, wenn sie nicht elektronisch signiert sind. Der Bundesrat hat das entsprechende Gesetz am 8. Juli überraschend scheitern lassen.

Zwar hatte der Bundesrat offenbar keine Bedenken gegen den Verzicht auf die elektronische Signatur, wohl aber gegen die Möglichkeit, dass Arbeitnehmer ihre Steuererklärung künftig nur noch alle zwei Jahre abzugeben brauchen. Also lehnte er das Steuervereinfachungsgesetz insgesamt ab, in dem beide Regelungen enthalten waren. Das bedeutet: Auch weiterhin dürfen Selbstständige aus elektronisch übermittelten Rechnungen vorerst nur dann Vorsteuer abziehen, wenn die Rechnungen elektronisch signiert sind.

Da über dieses Vorhaben aber offenbar Einigkeit herrscht, ist jedoch zu erwarten, dass die entsprechende Regelung demnächst in irgend ein anderes Gesetz gepackt und verabschiedet wird. Allerdings wird sie dann kaum noch, wie bereits vom Finanzministerium angekündigt, rückwirkend ab 1.7.2011 in Kraft treten.

Also bleibt es vorerst dabei: Wer von Geschäftspartnern Rechnungen per E-Mail bekommt, muss auch bei Rechnungsdaten nach dem 1. Juli weiterhin eine elektronische Signatur verlangen.
img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4e1c1c2acf452&akt=news_steuern

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   Finanzgericht Köln: Kein "Aufteilungsverbot" beim Arbeitszimmer

Geht es nach dem Finanzgericht Köln, gilt die eiserne Regel nicht mehr, dass keinerlei Kosten für ein Arbeitszimmer abzusetzen sind, wenn für den betreffenden Raum eine nicht unerhebliche private Nutzung möglich ist oder vermutet wird. In seinem jetzt veröffentlichten Urteil vom 19. Mai stellt das Gericht fest, der Bundesfinanzhof (BFH) habe im Bereich der Dienstreisen seine bisherige Rechtsprechung zum Aufteilungs- und Abzugsverbot aufgegeben. Nun sei zu klären, ob das auch für Arbeitszimmer gelte. img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif  http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4e118f918a00d&akt=news_steuern

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img/Bildhauerwerkstatt/portfolios/pfeil.gif   Einkommensteuer: Wem steht 'kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung'?

Nachdem der Gesetzgeber mit dem Jahressteuergesetz 2010 die in 2006 verschärften Regeln zum häuslichen Arbeitszimmer wieder gelockert hatte, hat das Finanzministerium am 2. März in einem Rundschreiben erläutert, was ein häusliches Arbeitszimmer aus steuerrechtlicher Sicht ausmacht und wie die Finanzämter hierbei verschiedene berufliche Situationen zu beurteilen haben. Neu darin ist vor allem die Definition, was ein "anderer Arbeitsplatz" ist.

 Mit dem am 7. März veröffentlichten BMF-Schreiben vom 2.3.2011, das an die obersten Länder-Finanzbehörden gerichtet ist, hat das Bundesfinanzministerium sein bisher gültiges BMF-Schreiben vom 3.4.2007 im Wesentlichen um den Punkt "VI" ergänzt, der sich mit der Frage befasst, wann einem Steuerpflichtigen "kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung" steht, so dass er die Kosten des häuslichen Arbeitszimmer immerhin bis zur Höhe von 1.250 € im Jahr absetzen kann. Diese Änderung wurde durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2010 nötig.

Nach dem Runschreiben geht es hier nicht darum, ob dem Steuerpflichtigen irgendein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Sondern es kommt darauf an, ob er diesen Arbeitsplatz auch tatsächlich für alle seine beruflichen und betrieblichen Tätigkeiten nutzen kann. Als Beispiele für Selbstständige, die diese Regelung für sich in Anspruch nehmen können, nennt das Rundschreiben den Orchestermusiker, der zwar im Konzertsaal auftritt, dort aber nicht üben kann, und die Lehrerin, der ihren Unterricht zwar in einer Bildungseinrichtung erteilt, dort aber keinen Schreibtisch hat, an dem sie ihren Unterricht vorbereiten könnte. Beide können also die Kosten für ihr häusliches Arbeitszimmer bis zur Höhe von 1.250 € im Jahr als Betriebsausgaben geltend machen.

Klargestellt wird in dem Rundschreiben außerdem, dass es den Höchstbetrag nur einmal pro Jahr und Arbeitszimmer gibt. Wer in seinem Arbeitszimmer verschiedenen (Erwerbs-)Tätigkeiten nachgeht, darf den Höchstbetrag von 1.250 € also nur einmal ansetzen – gegebenenfalls anteilig aufgeteilt auf die verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn mehrere Personen in ein und demselben Arbeitszimmer arbeiten, müssen sie den Höchstbetrag von 1.250 € ebenfalls unter sich aufteilen. Dass ein Ehepaar für sein gemeinsames Arbeitszimmer insgesamt 2.500 € geltend machen kann, wie das früher erlaubt war, geht nun nicht mehr. Behauptet jedenfalls das Ministerium in seinem Rundschreiben – im Gesetz ist eine Bestimmung, aus der das hervorginge, allerdings nicht zu finden.

Unberührt von diesem Rundschrieben bleiben alle, die kein häusliches Arbeitszimmer, sondern einen betrieblichen Arbeitsraum in oder außerhalb ihrer Wohnung haben, oder die in ihrem häuslichen Arbeitszimmer den Mittelpunkt ihrer gesamten beruflichen oder betrieblichen Betätigung haben. Beide Gruppen dürfen weiterhin die kompletten Kosten des Arbeitsraums als Betriebsausgaben geltend machen.

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mediafon informiert: Wird einer freiberuflichen Lehrkraft rückwirkend bescheinigt, dass ihr Unterricht berufs- oder prüfungsvorbereitend ist, so muss das Finanzamt die entsprechenden Steuerbescheide ebenfalls rückwirkend ändern, auch wenn sie schon "bestandskräftig" sind. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem jetzt veröffentlichten Urteil vom 20. August entschieden.
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Von Interessen ist das vor allem für Leute, die zu spät feststellen, dass sie im Vorjahr die 17.500-€-Grenze für die Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmer überschritten haben und im folgenden Jahr deshalb umsatzsteuerpflichtig gewesen wären, aber keine Umsatzsteuer erhoben haben. Sie können sich in diesem Fall also nachträglich eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass sie die Bedingungen für die berufsspezifische Steuerbefreiung erfüllen, und so vermeiden, dass sie Umsatzsteuerbeträge abführen müssen, die sie gar nicht in Rechnung gestellt haben (Aktenzeichen V R 25/08).
http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4aef44261176b&akt=news_steuern 

  

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