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Existenzsicherung freier künstlerischer Projekträume und -initiativen jetzt!

Das Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen hat sich am 13. Februar 2012 erneut an den Regierenden Bürgermeister und andere Politiker gewendet.

Wir dokumentieren diesen Brief:


"Im September 2011 hatten wir uns bereits mit der Forderung an Sie gewandt, die freien Projekträume und -initiativen, von denen wir mittlerweile rund 150 in Berlin repräsentieren, angemessen zu fördern. Diese Forderung möchten wir vor dem Hintergrund der sich dramatisch verschlechternden Arbeitssituation – insbesondere durch die zunehmend reine Verwertung der Stadt und damit u. a. den Verlust bezahlbarer Räume, das Verschwinden von Improvisationsräumen überhaupt sowie die Nichtverlängerung der einzigen bezahlten Stellen – und aus aktuellem Anlass der Haushaltsver-handlungen hiermit nochmals und unbedingt bekräftigen!

Wir bitten Sie, dringend zu bedenken:
- Wir schaffen eine Basis dafür, dass Berlin (noch!) weltweit der angesagte Standort für zeitgenössische Kunst ist und tragen dadurch wesentlich zum Image der Stadt bei.

- Wir sind maßgeblicher Bestandteil der Infrastruktur der aktuellen Kunstpräsentation in der Stadt: Rund die Hälfte der Berliner Künstler/innen präsentieren ihre Arbeiten und Projekte in unseren Räumen [1].

- Wir erreichen im Jahr 185.000 Besucher/innen [2] aus dem In- und Ausland und tragen mit unseren Netzwerken wesentlich zur Internationalität der Kunstszene in Berlin bei.

- Wir stehen für genau die dynamische Entwicklung, mit der auch der Standort Berlin unter dem Label „Kreativszene“ weltweit Werbung macht.

Allein die rund 150 Projekträume und -initiativen, die wir vertreten, haben einen Gesamtbedarf von rund 6 Mio. Euro im Jahr [3], um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auch wenn wir weiterhin unbezahlte Arbeit leisten und weitere Drittmittel einwerben, ergibt sich ein Förderbedarf von rund 2 Mio. Euro pro Jahr, um diese vielfältige, weltweit einzigartige Berliner Projektraumszene zu sichern.

Wir fordern Sie deshalb dringend auf, sich dafür einzusetzen, dass Berlin mit seinen freien Projekträumen und -initiativen auch zukünftig die Anziehungskraft auf die internationale Kunstszene hat, mit der die Stadt derzeit (zu Recht) für sich Werbung macht!

Herzliche Grüße, Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen "

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Anlage 1: Datenbasis
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(vollständige Anlagen zum Brief: Download des PDF)