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Tipps für die Begegnung mit Ihrem Fallmanager

  • Sind Sie Künstler_in, sind Sie wahrscheinlich nicht erst seit heute im Geschäft.
  • Selbstverständlich haben Sie einen zusätzlichen Arbeitsraum oder ein Atelier, in dem Sie arbeiten, Ihre Werke lagern, die Sie Kunden präsentieren. Dieses Atelier wollen und müssen Sie behalten, wenn Sie weiter berufstätig bleiben wollen. Natürlich müssen Sie das Atelier bei der Agentur angeben und die Kosten nennen, denn die Agentur soll dessen Finanzierung übernehmen, da das Sozialgeld hierfür nicht reicht. Dafür und für Ihre Berufsförderung gibt es eine Rechtsgrundlage: den §1 des Sozialgesetzbuches II, der von der Agentur ausdrücklich verlangt, die aktuell ausgeübte Berufstätigkeit, natürlich auch die einer (s) Berufskünstlerin (ers) zu unterstützen.
  • Sie haben vermutlich eine künstlerische Ausbildung. Sie haben womöglich einen künstlerischen Lebenslauf, aus dem Ihre künstlerischen Aktivitäten, Ausstellungen, Projekte usw. hervorgehen.
  • Sie verfügen über Anschauungsmaterial, z.B. Kataloge. Sie haben ein Portfolio mit Abbildungen Ihrer Werke... Sie können also Ihre künstlerische Tätigkeit dokumentieren; Tun Sie das bitte.
  • Sie sind vermutlich in der KSK, haben also in der Vergangenheit regelmäßig oder unregelmäßig, mehr oder weniger schwankende Einnahmen aus künstlerischer Tätigkeit, also aus ihrer Berufsausübung gehabt. Wahrscheinlich sind Sie auch Mitglied im bbk berlins. Ihre Professionalität können Sie also nachweisen. Gegebenenfalls können Sie sich deshalb auch an den bbk berlins wenden, der Ihnen dies schriftlich bestätigen kann.
  • Sie haben sich auf Stipendien, Preise, Aufenthaltsstipendien beworben und tun dies weiter? Vielleicht haben Sie Wettbewerbe und Preise gewonnen?
  • Arbeiten Sie mit Galeristen, Ausstellungsinstitutionen zusammen?
  • Arbeiten Sie an Projekten? Bereiten Sie Ausstellungsprojekte, Gemeinschaftsprojekte, Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekte, Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland vor?
  • Sie investieren in diese Projekte selbstverständlich viel Zeit und Geld? Besonders teuer sind Präsentationen und Dokumentationen Ihrer aktuellen Werke, die Sie in der Regel professionell fotografieren lassen müssen. Haben Sie einen Internetauftritt?
  • Sie nehmen Kontakte zu Kunstvereinen, Museen, Ausstellern und Galeristen auf? Pflegen und bauen diese Netzwerke aus? Sie müssen deshalb öfter geschäftlich Fahrten und Reisen unternehmen? Dann dokumentieren Sie das bitte.


Prüfen Sie Ihren künstlerischen Lebenslauf sorgfältig und notieren Sie Ihre beruflichen Aktivitäten, notieren Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben aus den vergangenen Jahren – soweit möglich – um ein klares Bild ihrer künstlerisch-beruflichen Tätigkeit entstehen zu lassen und um deutlich zu machen, daß Sie Ihren Berufs aktiv ausüben und um zu zeigen, daß Sie durchaus Chancen haben in diesem Beruf – auch weiterhin - Einkommen zu erzielen.

Sie erwarten von der "Agentur für Arbeit" Hilfe und Unterstützung für Ihr berufliches Fortkommen und z.B. keine Ein-Euro-Jobs, die Sie in Ihrer Berufstätigkeit (auch zeitlich) behindern würden.
Prüfen Sie welche Unterstützungen (Zuschüsse für Material und sonstige beruflich notwendige Ausgaben, Weiterbildungen) Sie für eine erfolgreiche Berufsausübung benötigen, die Ihnen die Agentur finanzieren sollte.

Überlegen Sie sich also, was Sie dem für Sie zuständigen Fallmanager oder dessen Vorgesetzten über Ihre berufliche Arbeit sagen können. Machen Sie ihm dafür konkrete Vorschläge, am Besten gleich schriftlich. Gibt es dazu Rückfragen Ihrerseits oder der Agentur, können Sie sich jederzeit an den bbk berlins wenden.