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Aktueller Newsletter

newsletter vom 03.03.2017

 

Wir nehmen den Kultursenator ernst 

Kultursenator Klaus Lederer will die Bedingungen für die künstlerische Produktion deutlich verbessern 

 

Die Künstler*innen Berlins erhalten mit Kultursenator Klaus Lederer einen direkten Ansprechpartner und mit dem Koalitionsvertrag von SPD, Linke und Grüne eine klare Grundlage für die Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebenssituation: 

„Wir haben also sowohl die Aufgabe, künstlerische Freiheiten zu verteidigen, wie für Infrastrukturen zu sorgen, die Kunstproduktion auch jenseits der Marktbedingungen ermöglichen.“, so Klaus Lederer im Interview der Zitty im Februar 2017. Er schätzt die prekäre Lage der Künstler*innen sehr genau ein und fordert, dass „Die öffentliche Hand (…) dafür zu sorgen (hat), dass soziale Mindeststandards existieren. Künstlerisches Engagement verlangt, sich sehr, sehr intensiv einzubringen, und darf nicht zu einer desaströsen Selbstausbeutung führen.“  

Seit 2016 werden Ausstellungshonorare in den Kommunalen Galerien Berlins gezahlt. Eine Erfolgsgeschichte, die erst ihren Anfang genommen hat. Nun will der Kultursenator die Ausstellungshonorare im Sinne der Künstler*innen nachjustieren: „Es geht um Untergrenzen. Es geht um ein Netz, das man einzieht, um eine Ausstellungsvergütung.“ Der bbk berlin unterstützt den Ansatz, die Honorarsätze zu erhöhen und stärker zu differenzieren für alle in Berlin ausstellenden Künstler*innen sowie in allen vom Land und den Bezirken geförderten Institutionen.  

 Nicht nur für das Zeigen der Kunst gilt die Notwendigkeit von Honorarzahlungen sondern auch für Konzeption, Recherche, Entwurf und die Umsetzung künstlerischer Äußerungen, dazu kommen noch Auf- und Abbau, Transport, Materialkosten und eventuelle Hilfskräfte. Bisher leisten Künstler*innen all diese Arbeit zumeist umsonst. 

 Die Ateliersituation ist zunehmend prekär. Uns erreichen stetig Nachrichten zu kurzfristigen Kündigungen. Künstler*innen werden aus ihrer Arbeit, aus bestehenden Netzwerken und aus dem Präsentationsort ihrer Werke oft kurzfristig regelrecht heraus katapultiert und verlieren damit ihre existenzielle Grundlage. Durchschnittlich gehen 250 Atelierräume jedes Jahr in Berlin verloren! 

Der Masterplan ART STUDIOS 2020 sieht die Sicherung und die Schaffung von 2.000 neuen Ateliers bis 2020 in Berlin vor. „Wir wollen Arbeitsräume schaffen und die Zahl der Ateliers erhöhen.“, so Klaus Lederer. Das Atelierbüro unterstützt ihn dabei. 

Der Freie Eintritt in die Museen steht lange auf unserer Agenda. Künstler*innen brauchen den Arbeitsort „Museum“, bisher wird ihnen der freie Zugang nur im Martin-Gropius-Bau von den Berliner Festspielen gewährt. Die Berliner Koalition aus SPD, Linke und Grüne wollen sich für „eine kostenfreie Zeitspanne in den Museen einsetzen“. Das würde nicht nur Kunstschaffenden zugutekommen, der „freie Eintritt für alle“ würde den Kunststandort Berlin stärken!   

Auch die Fragen nach den Ursachen des Gender-Pay-Gap werden lauter und verlangen Antworten von der Politik. Es braucht Regelungen, um die finanzielle Situation der Frauen und besonders von Eltern zu verbessern. Alleinerziehende Künstlerinnen leben ganz am Rand unserer Gesellschaft. Ein Weg wären Quoten z.B. in kulturellen Institutionen, die Öffentlichkeit garantieren und damit Einnahmen auf dem kommerziellen Markt befördern. Das sieht auch der Kultursenator so: „Viele sagen: ‚Quote ist blöd.‘ Ich sage: Die Quote ist eine Krücke, aber sie ist die einzige, die wir haben.“

Es ist erfreulich, dass endlich ein Kultursenator angetreten ist, der so nah am Bedarf der Künstler*innen in Berlin argumentiert. 

Der berufsverband bildender künstler*innen berlin unterstützt die Ziele des Senators für Europa und Kultur nachdrücklich und bietet konstruktive  Mitarbeit an.

https://www.zitty.de/kultursenator-klaus-lederer-im-interview/

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Veranstaltungshinweise - Ausstellungen - Diskurse

Kunstvereine | KunstWerke | Martin-Gropius-Bau | HdKW u.a.

 

Plenum der Koalition der freien Szene

Mittwoch, den 8.3., 19 Uhr

Ort Proberaum in der "Wache", Eberswalder Str. 10.

https://www.facebook.com/events/271925853238804/

 

Medienwerkstatt Berlin

Einladung zum Netzwerktreffen

Barbara Rohm: Pro Quote Regie

Mittwoch 08.03.17, 19 Uhr

http://www.bbk-kulturwerk.de/con/kulturwerk/front_content.php?idart=330

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nbk – März 2017

www.nbk.org

Hours and Hours of Inactivity // Bani Abidi

Eröffnung: Freitag, 3. März, 19 Uhr  HEUTE

04. März – 30. April 2017

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HKW Haus der Kulturen der Welt – März 2017

www.hkw.de

CLOSING WEEKEND ever elusive transmediale

Ausstellung alien matter, kuratiert von Inke Arns

4. und 5. März 2017

John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

https://2017.transmediale.de/festival/2017/program/closing-weekend 

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nGbK - März 2017

www.ngbk.de

Dreams&Dramas. Law as literature Ausstellung

Eröffnung: Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr

10. März – 7. Mai 2017

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Martin-Gropius-BauFebruar-März 2017

www.berlinerfestspiele.de

für Mitglieder des bbk berlin freier Eintritt 

Robert Doisneau – Fotografien - Vom Handwerk zur Kunst bis 5. März 2017

Omer Fast, »Reden ist nicht immer die Lösung« Bis 12. März 2017

Friedrich Kiesler: Architekt, Künstler, Visionär Wiederentdeckte Moderne I 11. März bis 11. Juni 2017

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Akademie der Künste März 2017

www.adk.de

SCHAUM – Selbstoptimierung mit Michael Schoenholtz, Wulf Herzogenrath und Anke Hervol

Pariser Platz, Foyer/Passage, Live-Performance der Künstlergruppe SCHAUM - Eintritt frei, bis 2.4., Täglich 10 – 22 Uhr

Gabriele Münter Preis 2017 Eröffnung: Dienstag, 14.3, 19 Uhr

Hanseatenweg, 15.3. – 17.4., Di – So 11 – 19 Uhr (€ 4/2)

Otto Bartning (1883–1959). Architekt einer sozialen Moderne Eröffnung: Donnerstag, 30.3, 19 Uhr

Hanseatenweg, 31.3. – 18.6., Di 11 – 20 Uhr, Mi – So 11 – 19 Uhr, (€ 6/4)

AdK Hanseatenweg: Ermäßigter Eintritt mit gültigem Mitgliedsausweis des bbk berlin bzw. bis 18 Jahre und dienstags ab 15 Uhr Eintritt frei

 

Camaro Stiftung: Fortsetzung folgt! 150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen

(Potsdamer Str. 98 a, 10785 Berlin) bis 24.3.2017 Eintritt frei

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Museen in BerlinMärz 2017

smb.museum/museen-und-einrichtungen/

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

moving is in every direction.

Environments – Installationen – Narrative Räume

Eröffnung Do 16.03.2017 19:00 – 22:00

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KunstWerke KW Institute for Contemp. Art – März 2017

www.kw-berlin.de

Paul Elliman

Eröffnung: 17. März, 19 Uhr

18. März – 14. Mai 17

Hanne Lippard: bis 9. April 17

Ian Wilson: bis 14. Mai 17

Adam Pendleton: bis 14. Mai 17

Freier Eintritt am Donnerstagabend zwischen 18 und 21 Uhr sowie an jedem ersten Sonntag im Monat

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Kunstraum Kreuzberg/Bethanien - März 2017

www.kunstraumkreuzberg.de

Critical Constellations of the Audio-Machine in Mexico

Ausstellung des CTM Festivals 2017, kuratiert von Carlos Prieto Acevedo mit CTM7

bis 19. März 2017

The Muscle Memory

Eröffnung: Freitag, 31. März, ab 19 Uhr

01. April bis 11. Juni 2017

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Kommunale Galerien in BerlinMärz 2017

kgberlin.net/

Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise

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Die Ausschreibungen und Wettbewerbe finden Sie unter:

front_content.php?idcat=25

 

 

 

  • newsletter vom 16.02.2017

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der  

berufsverband  

bildender künstler*innen berlin 

 

startet 2017 mit neuer Satzung 

 

Die wichtigsten Neuerungen: 

-  Die Verbandsarbeit soll für die Mitglieder transparenter werden, die Aufgaben der Mitgliedervollversammlung werden präzisiert und ihre Rechte als das wesentliche Entscheidungsorgan der Berufsvertretung weiter gestärkt. 

-  Der Vorstand des bbk berlin hat jetzt zwei gleichberechtigte Sprecher*innen, die den Verband nach außen vertreten. Die Mitgliederversammlung hat die bisherige 1.Vorsitzende Heidi Sill und die stellvertretende Vorsitzende Cornelia Renz als Sprecherinnen bestimmt.  

-  Der bbk berlin versteht sich, - so die neue Präambel seiner Satzung - , als unabhängige, demokratische, solidarische und transparente Interessenvertretung aller Bildenden Künstler*innen in Berlin. Dieses Selbstverständnis drückt sich auch in seinem neuen Namen aus: berufsverband bildender künstler*innen berlin. 

"Mit der neuen Satzung haben sich unsere Mitglieder eine starke und dauerhafte Basis für eine kompetente und erfolgreiche Interessenvertretung geschaffen", erklärten die Vorstandssprecherinnen Heidi Sill und Cornelia Renz aus Anlass des Inkrafttretens der Satzungsreform. 

"Jetzt gehen wir unsere nächsten Ziele an:  

  • die Gewährleistung angemessener Honorare für künstlerische Leistungen überall und insbesondere in der öffentlichen Kulturförderung,  
  • den Ausbau des Berliner Modells für Ausstellungshonorare, 
  • die Herstellung von Gender-Gerechtigkeit in der Bildenden Kunst,  
  • die Realisierung des Ateliermasterplans mit 2.000 neuen bezahlbaren Ateliers für Bildende Künstler*innen sowie 
  • die Sicherung von Qualität, Transparenz und damit der qualifizierten Mitsprache der Künstler*innen in allen Wettbewerben und Ausschreibungen für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum." 

 

Heidi Sill, Cornelia Renz
Sprecherinnen des Vorstands des bbk berlin
 

Neue Satzung des bbk berlin: upload/interessenvertretung/Satzung_des_bbk-berlin_2017-02.pdf

  

bbk berlin e.V.

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10963 Berlin

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