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Stadtmagazin Zitty: Der BBK Berlin setzt neue Akzente

von Iris Braun am 18.11.2016

Erstmals steht dem Berufsverband Bildender Künstler Berlin eine Frau vor: Heidi Sill setzt neue Themen

In der Kultur geht es kaum anders zu als sonst auch: Es gibt zu wenige Frauen in Spitzenpositionen, und es gibt Ausnahmen wie die Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters (CDU).  Sie hat im Juni bei der Präsentation der Studie „Frauen in Kultur und Medien“ aus dem Deutschen Kulturrat festgestellt, von Gleichberechtigung könne keine Rede sein. Frauen sind auch in der Kultur schlechter bezahlt, Künstlerinnen erhalten aus dem Verkauf von Arbeiten im Schnitt sogar nur halb so viel wie ihre Kollegen.
Nach dem ersten Medienecho auf die Studie wurde es wieder stiller. Mitheraus­geberin Gabriele Schulz setzt auf den Langzeit-Effekt der Auswertung: „Gerade in Verbänden wird derzeit viel über Gleichberechtigung debattiert. Man muss aber auch sehen,  dass viele Gremien auf Jahre besetzt sind und sich erst bei Neubesetzungen zeigen wird, wie ernst es den Beteiligten wirklich ist.“

Einer dieser Verbände ist der Berufs­verband Bildender Künstler Berlin, dem mit Heidi Sill (Foto) nun erstmals eine Frau vorsteht und der jungst zur ersten Diskussion unter neuen Vorzeichen einlud: am 26. Oktober, unter anderem mit Gabriele Schulz. Zu den Themen des Abends zählten Rollenbilder, das Gleich­behandlungsgesetz  und Quotenregelungen.

Am 23. November nun geht es um „Transparenz und Chancengleichheit“: In einer Diskussionsveranstaltung wollen der BBK-Vorstand und das Büro für Kunst im Öffentlichen Raum Möglichkeiten besprechen lassen, wie sich mehr offenen Wettbewerbe und fairere Teilnahmebedingungen schaffen lassen. 23.11., 19 Uhr ExRotaprint Gottschedstr. 4, Wedding

  

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