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Klaus Lederer hat Recht!

Presseerklärung des bbk berlin vom 20.04. 2017

Zur Debatte über die Berliner Schlossfreiheit

Der bbk berlin begrüßt die Initiative des Kultursenators Lederer für eine Denkpause zum Einheits- und Freiheits-Denkmal in Berlin.

Der bbk berlin e.V. bekräftigt seine Forderung nach einem Neustart im Umgang mit diesem wichtigen zentralen historischen Ort sowie mit der Frage der öffentlichen Erinnerung an die friedliche Revolution der Jahre 1989 und 1990.

Deshalb begrüßt der bbk berlin die Position des Kultursenators Lederer in dieser Frage und bietet dem Berliner Senat hinsichtlich der künstlerisch-konzeptionellen Neuentwicklung zum Umgang mit der Berliner Schlossfreiheit seine Unterstützung an.

Die in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführten Wettbewerbe überfrachteten das Projekt-Vorhaben eines neuen National-Denkmals inhaltlich und scheiterten formal. Gegenüber der politischen Forderung nach einer vorschnellen Denkmalssetzung hätte das Parlament besser auf offene Diskussionsprozesse und langfristig angelegte temporäre Projekte setzen sollen, statt einem Realisierungswettbewerb hätte ein Ideenwettbewerb mehr Impulse für den öffentlichen Diskurs über das Gedenkanliegen geben können.

Nun kommt es darauf an, den frei gelegten Sockel der Schlossfreiheit als ein künstlerisches und kulturelles Potenzial für die gesamte Öffentlichkeit der Stadt Berlin zu erschließen! Hier bietet sich nun die Chance, über den Umgang mit diesem zentralen und bedeutungsvollen historischen Ort im Berliner Stadtzentrum neu nachzudenken!

Der bbk berlin e.V. fordert den Kultursenator und die Berliner Landesregierung auf, die Berliner Schlossfreiheit für temporäre künstlerische Aktivitäten zu sichern und mit jährlichen Ausschreibungen den freien Denkmalssockel zu einer Plattform der kulturellen Gegenwart zu entwickeln. So wie das künftige Humboldt-Forum ein Ort des Austausches und der Debatte sein wird, so sollte auch die Berliner Schlossfreiheit der Standort eines lebendigen künstlerischen und kulturellen Diskurses über die Gesellschaft und deren bisherigen und künftigen Geschehnisse sein.

Im Umgang mit einem Vorhaben zur Erinnerung an die Friedliche Revolution und zur Würdigung der Deutschen Einheit bedarf es vor allem der Offenheit und der Freiheit im Meinungsaustausch.

Vorstand des berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V. und
Büro für Kunst im öffentlichen Raum im Kulturwerk des bbk berlin

  

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