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Nachruf auf die Künstlerin Sarah Haffner

*1940       † 2018

Am 11. März 2018 starb Sarah Haffner bei ihrem Sohn, dem Fotografen David Brandt, in Dresden. Die Tochter von Erika und Sebastian Haffner war neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Bildende Künstlerin und Autorin an verschiedenen Hochschulen als Dozentin tätig, so auch an der HdK (heute UdK) von 1980-86.

In ihrer Atelierwohnung in Berlin-Charlottenburg gingen Künstler*innen und Schriftsteller*innen ein und aus. Sarah Haffner prägte nachhaltig den kulturellen und gesellschaftlichen Diskurs im West-Berlin der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Der Schriftsteller Hans Christoph Buch berichtet im Deutschlandfunk über Sarah Haffners Engagement in der Neuen Deutschen Frauenbewegung: „Die Geschlechterspannung hat sie früh beschäftigt. Die Frage, dass Frauen weniger verdienten als Männer, die ungleiche Bezahlung (interessierte sie) und dann konzentrierte sich alles in einem Punkt, das war auch für sie eine Entdeckung, dass es geschlagene und geprügelte Ehefrauen in allen Gesellschaftsschichten … (gab). Darüber hat sie (1968) eine Dokumentation gedreht.“ Ihr Dokumentarfilm „Schreien nützt nichts. Über Brutalität in der Ehe" führte zur Finanzierung des bundesweit ersten Frauenhauses in Berlin.

Der berufsverband bildender künstler*innen berlin trauert um die herausragende Künstlerin und sein ehemaliges Mitglied, Sarah Haffner.

  

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