Berlin Denkmal für die polnischen Opfer des Nationalsozialismus
Kunst im öffentlichen Raum
Ausschreibende Organisation / Auslober / Kontakt
Teilnahmebedingungen
Gestaltungswettbewerb für die polnischen Opfer des Nationalsozialismus und der deutschen Gewaltherrschaft in Polen von 1939 bis 1945
Wettbewerbsverfahren
Der Gestaltungswettbewerb wird als nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerberverfahren für Künstlerinnen und Künstler sowie Architektinnen und Architekten oder für Arbeitsgemeinschaften aus den Disziplinen Kunst und Architektur gemäß Vergabeverordnung (VgV) § 69 ff und in Anlehnung an die Richtlinie für Planungswettbewerbe 2013 (RPW 2013) durchgeführt. Im vorgeschalteten offenen Bewerberverfahren sollen bis zu 25 Bewerberinnen, Bewerber oder Bewerbergemeinschaften zur Teilnahme ausgewählt werden. Eine angemessene Beteiligung von polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Teilnehmergemeinschaften wird begrüßt. Die Bildung interdisziplinärer Bewerbergemeinschaften ist freiwillig, wird jedoch ausdrücklich empfohlen. Die Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten oder Designerinnen und Designers (bspw. der Fachrichtung Grafikdesign oder Visuelle Kommunikation) in beratender Funktion im Wettbewerb wird begrüßt. Das Wettbewerbsverfahren wird anonym durchgeführt. Die Wettbewerbssprachen sind deutsch und polnisch. Im Zweifelsfall ist die deutsche Formulierung maßgeblich.
Bearbeitungshonorare und Preisgelder
Als Wettbewerbssumme stehen insgesamt 247.500 Euro brutto zur Verfügung. 60.000 Euro brutto werden in Form von drei Preisen und zwei Anerkennungen vergeben.
Für die Bearbeitung werden unter den ausgewählten Teilnehmern, die eine zur Beurteilung durch das Preisgericht zugelassene Wettbewerbsarbeit einreichen, insgesamt 187.500 Euro brutto als anteilige Bearbeitungshonorare zu gleichen Teilen ausgezahlt.
Kostenrahmen
Für die Umsetzung des Denkmals ist ein maximaler Budgetrahmen von 5 Mio. Euro (inkl. MwSt.) vorgesehen. Dieser Gesamtbetrag umfasst auch bauvorbereitende und begleitende Kosten. Im Wettbewerb ausgelobt wird ein Kostenrahmen von maximal 4,8 Mio. Euro (inkl. MwSt.) für die Realisierung des Denkmals einschließlich Honorar.
Wettbewerbsaufgabe
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Gestaltung eines Denkmals für die polnischen Opfer des Nationalsozialismus und der deutschen Gewaltherrschaft in Polen von 1939 bis 1945 für ein gemeinsames, individuelles oder offizielles Gedenken. Ziel des Wettbewerbs ist es, einen überzeugenden Entwurf für das Denkmal zu entwickeln, der als Grundlage der weiteren Planung und Realisierung dient.
Als Standort ist der westliche Teil des Platzes der Republik vorgesehen, der westlich der Heinrich-von-Gagern-Straße liegt. Hier stand einst die Kroll-Oper, in der Adolf Hitler am 1. September 1939 den Angriff auf Polen bekannt gegeben und propagandistisch gerechtfertigt hatte. Seit Juni 2025 befindet sich in diesem Bereich bereits ein temporärer Gedenkort mit einem großen Findling, der aus einer zivilgesellschaftlichen Initiative heraus entstanden ist, und als vorläufiges Zeichen durch das hier ausgeschriebene Denkmal ersetzt werden soll.