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Erlangen Ideenwettbewerb Erinnerungs- und Zukunftsort

Kunst im öffentlichen Raum


Einsendeschluss:

Ausschreibende Organisation / Auslober / Kontakt

Name
Stadt Erlangen, vertreten durch das Referat für Planen und Bauen
Ansprechpartner
Stadtrat Josef Weber
Adresse
Werner-von-Siemens-Straße 61, 91051 Erlangen
Telefonnummer
09131861370
E-Mail
baureferat@stadt.erlangen.de

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt
Künstler*innen nur als Fachberater in Zusammenarbeit mit Architekten / Landschaftsarchitekten
Örtliche Begrenzung
international
Einschränkung
EWR-/WTO-/GPA-Staaten
Thema
Kunst im öffentlichen Raum

Offener zweiphasiger Interdisziplinärer Städtebaulichlicher und Landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb.

WETTBEWERBSAUFGABE
Die Auslober beabsichtigen, auf dem Areal der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Erlangen einen Erinnerungs- und Zukunftsort zu schaffen, der zum einen an die Medizinverbrechen in Erlangen und in den Bezirken Mittel- und Oberfranken zur Zeit des Nationalsozialismus erinnert und zum anderen einen Dokumentationsort, eine Forschungsstelle und ein Forum und Podium für aktuelle Fragen der Medizinethik beinhaltet.

Der Wettbewerb soll in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Landschaftsarchitekt*innen mit Künstler*innen, Historiker*innen und anderen Fachdisziplinen konzeptionelle Ideen für den Ort entwickeln. Dabei ist es Aufgabe der Arbeitsgemeinschaften, freiraumplanerische, stadtplanerische, architektonische und beispielsweise künstlerische und historisch einordnende Elemente zu einem Konzept zu verbinden.

Wettbewerbsgegenstand der ersten Phase ist die Entwicklung einer Idee beziehungsweise eines Konzeptansatzes, der zweiten Phase die weitere räumliche Ausarbeitung der Idee und der Freianlagenplanung für einen Erinnerungs- und Zukunftsort sowie ein beispielsweise künstlerisches oder historisch einordnendes Konzept.

Der Wettbewerbsumgriff des engeren Betrachtungsraums beinhaltet das Areal der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt und hat eine Größe von etwa 14 ha.

Der erweitere Betrachtungsraum umfasst die historische Innenstadt. Hier können Konzepte für relevante historische Orte vorgeschlagen werden, um einen gesamtstädtischen Gedenkraum für die Opfer der Euthanasie zu schaffen.

WETTBEWERBSART UND -VERFAHREN
Der Wettbewerb wird ausgelobt und durchgeführt als interdisziplinärer offener städtebaulicher und freiraumplanerischer Ideenwettbewerb in zwei Phasen für Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Land-schaftsarchitekt*innen in einer möglichen Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Historiker*innen oder weiteren Disziplinen.

Das Verfahren wird in zwei Phasen durchgeführt.
Die erste Phase ist offen, die zweite Phase wird mit einer reduzierten Teilnehmerzahl durchgeführt. Dabei wählt das Preisgericht maximal zehn Teilnehmerteams für die zweite Phase aus. Die Verständigung der Teilnehmer erfolgt unter Wahrung der Anonymität. Die ausgewählten Teilneh-merteams dürfen in der zweiten Phase keine zusätzlichen Entwurfsverfasser beteiligen. Der Zulassungsbereich umfasst die EWR-/WTO-/GPA-Staaten. Die Wettbewerbssprache ist Deutsch, das Verfahren ist in beiden Phasen anonym.

WETTBEWERBSTEILNEHMER
Jeder Teilnehmer hat seine Teilnahmeberechtigung eigenverantwortlich zu prüfen. Er gibt eine Erklärung über die Teilnahmeberechtigung (Verfassererklärung) ab. Teilnahmeberechtigt ist, wer die Bedingungen der Teilnahmezulassung erfüllt. Teilnahmeberechtigt sind Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen in einer möglichen Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Historiker*innen, Philosoph*innen und weiteren Fachdisziplinen.

Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind in den EWR-/WTO-/GPA-Staaten ansässige
•    natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates zur Führung der Berufs-bezeichnung Architekt*in, Stadtplaner*in oder Landschaftsarchitekt*in befugt sind. Ist die Berufsbezeichnung am jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architekt*in, Stadtplaner*in oder Landschaftsarchitekt*in, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungs-Nachweis verfügt, dessen Anerkennung der 2013/55/EU entspricht.
•    juristische Personen, sofern deren satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen und für die Wettbewerbsteilnahme ein verantwortlicher Berufsangehöriger benannt ist, der in seiner Person die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt, die an die natürlichen Personen gestellt werden.
•    Bewerber-/Arbeitsgemeinschaften, bei welchen mindestens ein Mitglied die Anforderungen erfüllt, die an natürliche oder juristische Personen gestellt werden.

Die Voraussetzungen für die Teilnahmeberechtigung müssen am Tag der Bekanntmachung erfüllt sein.

Eine mögliche Arbeitsgemeinschaft muss mit Abgabe der Unterlagen in der Verfassererklärung durch Nennung der jeweiligen verantwortlichen Verfasser benannt werden. Weitere Disziplinen und Fachplaner können als Fachberater hinzugezogen werden.

Die für die zweite Phase ausgewählten Teilnehmerteams dürfen keine weiteren Entwurfsverfasser oder freie Mitarbeiter beteiligen oder das Planungsteam in sonstiger Weise verändern.

Die Voraussetzungen für die Teilnahmeberechtigung müssen am Tag der Auslobung erfüllt sein.

WETTBEWERBSSUMME
Insgesamt steht eine Wettbewerbssumme von 102.000 Euro netto zur Verfügung.

Es werden maximal 10 Teilnehmerteams für die 2. Phase ausgewählt.