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Loreley Statue im Welterbe Oberes Mittelrheintal

Kunst im öffentlichen Raum


Einsendeschluss:

Ausschreibende Organisation / Auslober / Kontakt

Name
Verbandsgemeinde Loreley vertr. d. d. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley
Ansprechpartner
Mike Weiland
Adresse
Dolkstraße 3 56346 St. Goarshausen
E-Mail
info@kurz-architekten.net

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt
Professionelle Bildende Künstler*innen
Örtliche Begrenzung
Deutschland
Thema
Kunst im öffentlichen Raum

Kunstwettbewerb als Realisierungswettbewerb

„Errichtung einer Loreleystatue“

Anlass und Zweck des Wettbewerbs

Die Loreley ist der Inbegriff der Rheinromantik und eine der Wurzeln des deutschen Idealismus. Der Felsen der Loreley ist einer von nur wenigen Orten in der Welt, an dem ein Mythos noch konkret verortet werden kann. Der Felsen ist der zentrale Identifikationspunkt des Welterbes Oberes Mittelrheintal. Als einer der markantesten Orte innerhalb der Kulturlandschaft des Welterbes besitzt die Loreley eine Ausstrahlungskraft weit über die nationalen Grenzen hinaus. Felsen, Rhein und Plateau sind die Orte, an denen sich Besucher aus aller Welt einfinden, um den Spuren der Kulturgeschichte nachzugehen, den Mythos zu entdecken oder einfach nur das Naturerlebnis zu genießen. Von den vielen Aussichtspunkten des Felsens aus betrachtet zeigt sich das Rheintal in seiner ganzen Schönheit. Die Loreley ist ein touristischer Motor für die gesamte Region und prägt nachhaltig ihre kulturelle Identität und ihr touristisches Profil. Alle hier stattfindenden Entwicklungen sind von großer Relevanz für das Welterbe Oberes Mittelrheintal insgesamt.

Die Erwartungen der Besucher an „das Erleben der Loreley" sind ebenso anspruchsvoll wie vielschichtig. Jedoch konnte über viele Jahre hinweg das Erscheinungsbild des Plateaus dieser Erwartungshaltung nicht gerecht werden. Es präsentierte sich als ungeordneter, unschöner Bereich mit zahlreichen Nutzungskonflikten. Letztendlich trug dies zu einer Profanisierung, einer Entwertung dieses so bedeutsamen Ortes bei. Der Mythos hatte seinen Zauber verloren.

Mit der Auslobung eines Wettbewerbs zur Neugestaltung des Loreley Plateaus ist man einen wesentlichen Schritt gegangen, um die Loreley – ihrer Bedeutung entsprechend – neu zu gestalten. Das in der Umsetzung befindliche Konzept für den Kultur- und Landschaftspark Loreley – der Siegerentwurf des Wettbewerbs - vereint landschaftsräumliche Bezüge und kulturhistorische Elemente und bietet Räume zur Inszenierung der Mythologie des Ortes.

Das ergänzend entwickelte Ausstellungskonzept nutzt diese Räume, um dem Besucher den Geist des Ortes näher zu bringen. Es wird im kommenden Jahr umgesetzt.

Im Verlauf des Projektes wurde mehrfach über die Notwendigkeit diskutiert, ob eine figürliche Darstellung der Loreley, eine Statue, innerhalb des Kultur- und Landschaftsparks etabliert werden sollte. Letztlich herrschte bei allen Entscheidungsträgern Einigkeit darüber, dass die Errichtung einer Loreleystatue unerlässlich ist. Dies sicher nicht nur, um die Erwartungen der Besucher des Plateaus, der Touristen an diesen Ort zu erfüllen und weil die immer wiederkehrende Frage: „Wo ist die Loreley?“ beantwortet werden sollte, nein, insbesondere auch, weil der Mythos der Loreley der Interpretation, der Deutung bedarf und dies durch ihre figürliche, künstlerische Darstellung wahrnehmbar werden sollte.

Die intellektuelle Auseinandersetzung mit diesem Thema, mit der Loreley und all den Facetten ihres Mythos, setzt sozusagen den Schlusspunkt in der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Mythologie des Ortes insgesamt und komplettiert sie.

 

Ausloberin

Verbandsgemeinde Loreley

vertr. d. d. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley

Herrn Mike Weiland

Dolkstraße 3

56346 St. Goarshausen

 

Art des Wettbewerbs

Es handelt sich um einen bundesweit ausgeschriebenen nicht offenen Realisierungswettbewerb im Bereich Kunst nach § 3 RPW 2013 für Künstlerinnen und Künstler mit vorgeschaltetem Bewerbungs- und Auswahlverfahren.

Der Wettbewerb wird in zwei Phasen durchgeführt mit anschließender Bürgerbefragung. Das Verfahren ist während der zwei Phasen sowie bei der Bürgerbefragung anonym. Das Wettbewerbsverfahren wird in deutscher Sprache durchgeführt.

Für Bearbeitungshonorare und Preise stellt die Ausloberin einen Gesamtbetrag von 25.000,00 € zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zur Verfügung.

Für die Realisierung des künstlerischen Entwurfs stehen maximal 100.000,00 € (Netto) zur Verfügung. In dieser Summe sind enthalten:

  • das Künstlerhonorar inkl. Preisgeld und Bearbeitungshonorar
  • die Material-, Herstellungs-/, Verlege- und Lieferkosten für alle mit der Skulptur in Zusammenhang stehenden Leistungen (Skulptur mit Sockel bzw. Fundamentierung einschl. Erdarbeiten und ergänzend notwendige Bauleistungen soweit erforderlich)
  • die Kosten für ggf. erforderliche Planungsleistungen
  • soweit erforderlich, die Einholung von Genehmigungen
  • die Erstellung ggf. erforderlicher bautechnischer | statischer Nachweise
  • die fachliche und künstlerische Oberleitung
  • sowie sämtliche Nebenkosten einschl. Fahrtkosten.