Open calls

Magdeburg Geschwister-Scholl-Kunstwerk

Kunst im öffentlichen Raum


Einsendeschluss:

Ausschreibende Organisation / Auslober / Kontakt

Name
Landeshauptstadt Magdeburg - Die Oberbürgermeisterin, vertreten durch Fachbereich 42 - Kunst und Kultur Kulturbüro
Ansprechpartner
Marjoleine Leever
Adresse
Julius-Bremer-Straße 10, 39104 Magdeburg
Telefonnummer
+49 (0)391 540 2358
E-Mail
Marjoleine.Leever@kb.magdeburg.de

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt
Professionelle Bildende Künstler*innen
Örtliche Begrenzung
Deutschland
Thema
Kunst im öffentlichen Raum

Nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren für die Schaffung eines Kunstwerks im Gedenken an den antifaschistischen Widerstand und an die Ermordung der Geschwister Scholl

Von einer unabhängigen Auswahljury werden anhand der eingereichten Referenzen für die gestellte Aufgabe drei Teilnehmer*innen für den nichtoffenen Wettbewerb ausgewählt und mit der Erarbeitung eines realisierungsfähigen Entwurfs beauftragt. (...)

2.1 Gegenstand des Wettbewerbs
Gegenstand dieses nichtoffenen künstlerischen Wettbewerbs ist die Erlangung eines realisierungsfähigen Entwurfs für die Errichtung eines Kunstwerks zum Gedenken an die Geschwister Scholl auf einer ausgewiesenen Fläche in der gleichnamigen Parkanlage im Magdeburger Stadtteil Alte Neustadt. Mit dem Kunstwerk soll den Namensgebern des Parks eine würdige Gedenkstätte geschaffen werden und gleichzeitig die Erinnerung an den Widerstand gegen den Faschismus wieder stärker in den öffentlichen Fokus rücken. Der Wettbewerb erfolgt 2023 anlässlich des 80. Jahrestages der Ermordung der Geschwister Scholl.
Gemäß dem des Wettbewerbs zugrundeliegenden Stadtratsbeschluss sollen Schüler*innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Magdeburg Einblicke in den Entstehungsprozess des Kunstwerks ermöglicht werden.
Hans und Sophie Scholl (geb. 1918 bzw. 1921) waren Mitgründer*innen der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Sie wurden am 18. Februar 1943 beim Verteilen von Flugblättern an der Universität München beobachtet, denunziert und nur vier Tage später, am 22. Februar 1943, von den Nationalsozialisten hingerichtet.
Die Geschwister Scholl sind, mit ihrer Zivilcourage und ihrem Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime, bis in die Gegenwart von hoher Symbolkraft.

Der Wettbewerb ist hinsichtlich der künstlerischen Ausdrucksformate uneingeschränkt.
Die Realisierung des von der Ausloberin in Abstimmung mit dem Stadtrat ausgewählten Entwurfes steht unter einem Finanzierungsvorbehalt der Landeshauptstadt Magdeburg mit einer Obergrenze in Höhe von brutto 200.000,00 EUR (inkl. aller Planungs- und Nebenkosten).

2.2 Standort Wettbewerbswerk
Der Geschwister-Scholl-Park (ursprünglich Königin-Luise-Garten) liegt an der Grenze zwischen Altstadt und Alter Neustadt und wurde auf den Flächen der barocken Kernfestung angelegt. Noch heute befinden sich auf dem Gelände Reste der Bastion Braunschweig, eine ehemalige denkmalgeschützte Befestigungsanlage, welche das nordwestliche Stadttor (Krökentor) schützte.
Anlässlich des 50. Jubiläums des Magdeburger Gartenbauvereins 1895, regte der damalige Magdeburger Gartendirektor Johann Gottlieb Schoch die Entstehung der Parkanlage im Rahmen einer Gartenbauausstellung an. Nach dem Ende der Ausstellung wurde der landschaftsgärtnerisch besonders gelungene Kernbereich mit seinen stark ausgeprägten Bodenprofilen als öffentlicher Park umgestaltet. 1901 wurde das von Johannes Götz geschaffene Denkmal für Königin Luise von Preußen aus weißem Marmor errichtet, in dessen Zusammenhang die Anlage forthin Königin-Luise-Garten genannt wurde. In sichtbarer Nähe zu diesem Denkmal befindet sich in der Anlage zudem eine Büste des Publizisten und Marx-Biografen Franz Mehring, die 1979 von Heinrich Apel geschaffen wurde.
Am 13. April 1951 erhielt der Park den Namen Geschwister-Scholl-Park. An allen Eingängen des inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Parks befinden sich Tafeln zur Erinnerung an die Namensgeber. (...)

2.3 Wettbewerbsleistungen
Verfahrensstufe 1 (vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren):
Für die Interessensbekundung zur Teilnahme am nichtoffenen künstlerischen Wettbewerb werden folgende Unterlagen gefordert:

  • ein Formblatt „Bewerber*innenbogen für das vorgeschaltete offene Bewerbungsverfahren“ (Anlage 1)
  • Dokumentationsmappe mit max. drei Referenzbeispielen bisheriger Werk des/der Künstler(s)/in unter besonderer Berücksichtigung von Werken im öffentlichen Raum

3. Verfahren
3.1 Aufwandsentschädigung
Die drei ausgewählten Teilnehmenden des nichtoffenen künstlerischen Wettbewerbs erhalten jeweils ein Bearbeitungshonorar in Höhe von brutto 4.000,00 EUR vorbehaltlich der vollständigen Einreichung einer prüfbaren Wettbewerbsarbeit. Darin enthalten sind alle mit der Teilnahme am Wettbewerb anfallenden Kosten. Arbeitsgemeinschaften oder juristische Personen erhalten die Aufwandsentschädigung nur einmal. (...)

3.6 Terminablauf

  • Abgabe der Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb: 28.02.2023
  • Die Einladung der ausgewählten Künstler*innen zur Teilnahme am nicht offenen künstlerischen Wettbewerb (2. Verfahrensstufe) erfolgt schriftlich in Form eines Auftrags bis zum 31.03.2023
  • Abgabe der realisierungsfähigen Entwürfe und dafür ausgearbeiteten Unterlagen: 28.06.2023
  • Sitzung der Auswahljury: spätestens im August 2023 zur Formulierung einer Empfehlung für die finale Entscheidung durch den Stadtrat
  • Die dann folgende Entscheidung mit Beschlussfassung durch den Stadtrat richtet sich nach dem Sitzungskalender und kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkret terminiert werden