Open calls

Stadtlauringen Kunstwettbewerb "Denk- und Erinnerungszeichen Am Plan Oberlauringen"

Kunst im öffentlichen Raum


Einsendeschluss:

Ausschreibende Organisation / Auslober / Kontakt

Name
Markt Stadtlauringen
Ansprechpartner
René Schäd
Adresse
Marktplatz 1, 97488 Stadtlauringen
Telefonnummer
09724 9104-13
E-Mail
info@stadtlauringen.de

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt
Professionelle Bildende Künstler*innen
Örtliche Begrenzung
Deutschland
Thema
Kunst im öffentlichen Raum

Ausschreibung Kunstwettbewerb „Denk- und Erinnerungszeichen Am Plan Oberlauringen“

4. Zweistufiges Verfahren, Jury und Budgetrahmen
Der Kunstwettbewerb ist als ein offener, zweiphasiger Wettbewerb angelegt:

Phase 1: Ideenphase
- In der ersten Entscheidungssitzung der Jury werden aus allen, den Ausschreibungsbedingungen entsprechenden Einreichungen nach Beratung in der Jury maximal sieben Vorschläge ausgewählt. Die ausgewählten Künstler*innen werden über die Vorauswahl per Email informiert.
- Die Einreicher*innen der 1. Phase erhalten kein Honorar.
- Beurteilungsverfahren der Phase 1: Die Beurteilungskriterien der Phase 1 findet sich in der Anlage 2.

Phase 2: Entwurfsphase
- Durch einen Orientierungsbesuch von einem Tag wird den in der ersten Phase ausgewählten max. sieben Künstler*innen die Möglichkeit gegeben, sich vor Ort ein Bild zu machen und sich zu erkundigen. Der Orientierungsbesuch versteht sich als Angebot und ist nicht verpflichtend. Fahrkosten werden übernommen.
- Die max. sieben Künstler*innen werden gebeten, im Anschluss daran ihre eingereichten Ideen / Vorschläge für ihre beiden Arbeiten zu Entwürfen mit einem Modell weiterzuentwickeln und zu konkretisieren. Ergänzend zum Modell sollen die der modellierten Idee zu Grunde gelegten konzeptionellen, künstlerischen und gestalterischen Hintergründe auf max. 2 DIN A4-Seiten zusammengefasst werden. Jede Künstlerin bzw. jeder Künstler, mit Ausnahme der Gewinnerin/des Gewinners des Wettbewerbs, erhält für seine Einreichung – Modell und textliche Erläuterung – eine Entwurfsentschädigung in Form eines Honorars in Höhe von 500 Euro brutto.
- Die Jury führt sodann mit allen max. sieben Teilnehmer*innen in ihrer zweiten Sitzung ein Gespräch, bei dem die Künstler*innen ihren Vorschlag für die Kunstwerke erläutern und erklären können. Die Jury berät sich und unterbreitet dann einen Vorschlag zur Ausführung. Der / die Gewinner*in des Wettbewerbs der zur Ausführung vorgeschlagenen Kunstwerke erhält ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro brutto. (...)

- Den zur Realisierung ausgewählten Arbeiten steht ein Budgetrahmen von insgesamt maximal 20.000 Euro brutto bzw. von max. 10.000 Euro brutto für jedes der beiden Einzelkunstwerke „Denkzeichen“ und „Erinnerungszeichen“ für das Künstlerhonorar (Idee und Konzept) inkl. Umsetzung (Material, Herstellung, Nebenkosten, Steuern etc.) zur Verfügung. Transport, Aufstellung, Fundamentierung und Montage werden vom Auslober übernommen. (...)


3. Inhaltliche Prämissen und einzureichende Unterlagen
Der Wettbewerb steht unter dem Titel „Denk- und Erinnerungszeichen am Plan Oberlauringen“
- Denkzeichen: Das bestehende Denkmal zu den Gefallenen der beiden Weltkriege soll durch ein Kunstwerk als Denkzeichen zur Mahnung an den Frieden dauerhaft ergänzt und gestaltet werden. Das bestehende Denkmal ist in der Originalsubstanz nicht zur verändern.
- Erinnerungszeichen: Es soll ein Kunstwerk zur dauerhaften Erinnerung an die namentlich zu nennenden Opfer der jüdischen Gemeinde Oberlauringen, die im Nationalsozialismus durch Deportation und Ermordung ums Leben kamen, entstehen.
- Bei der Gestaltung beider Kunstwerke ist zu beachten und zu berücksichtigen, dass auch Flächen für Informationstafeln vorgesehen werden. Die Informationstafeln dienen der Vertiefung und Vermittlung von historischen Informationen. Größe und Format können abgestimmt werden. Inhalte und Ausführung der Informationstafeln sind nicht Bestandteil des Kunstwettbewerbs.

- Willkommen sind Gestaltungsvorschläge, die sich mit der besonderen Thematik der Orte als Denk und Erinnerungsorte beschäftigen und die das Denkmal der Gefallenen der beiden Weltkriege aus unserer heutigen Haltung und Sicht heraus kommentieren als Mahnung zum Frieden. Im Denkzeichen soll sich der Wille, Hass und Gewalt zu überwinden, zum Ausdruck gebracht werden. Das Erinnerungszeichen an die verfolgten, deportierten und ermordeten Opfer der jüdischen Gemeinde während des Nationalsozialismus soll nicht als Ergänzung zum Denkzeichen gedacht und verstanden werden, sondern sich als davon unabhängige und thematisch wie künstlerisch selbstständige Form der Erinnerung
präsentieren. Es soll den Charakter eines eigenen Erinnerungsortes entfalten. Beide Kunstwerke befinden sich zwar in unmittelbarer räumlicher Nähe, sollen sich jedoch im Gestaltungskonzept nicht aufeinander beziehen. (...)