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Weingarten | Denkmal Weingartener Vertrag 1525

Kunst im öffentlichen Raum


Einsendeschluss:

Ausschreibende Organisation / Auslober / Kontakt

Name
Stadt Weingarten
Ansprechpartner
Dr. Larissa Düchting
Adresse
Kirchstraße 1, 88250 Weingarten
E-Mail
l.duechting@weingarten-online.de

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt
Professionelle Bildende Künstler*innen
Örtliche Begrenzung
keine
Thema
Kunst im öffentlichen Raum

Ein Denkmal für den Weingartener Vertrag (1525)

1.1 Wettbewerbsaufgabe und Kunststandorte
Im Rahmen des 500. Jahrestags des Weingartener Vertrags soll zur Erinnerung an das
historische Ereignis und seine Bedeutung ein Denkmal errichtet bzw. ein künstlerischer
Erinnerungsort entwickelt werden. Bekanntlich endete der sogenannte Bauernkrieg in
den meisten deutschen Landschaften im Laufe des Jahres 1525 letztlich in blutigen
Schlachten mit klaren Niederlagen der Bauern. Einzig in Oberschwaben konnten die
Aufständischen gegenüber dem Schwäbischen Bund und seinem Feldherrn, dem
Truchsess Georg von Waldburg, einen Frieden ertrotzen – den Weingartener Vertrag. Am
17. April verhandelten sie ihn im oder beim Kloster Weingarten; am 19. April besiegelten
sie ihn in der Reichsstadt Ravensburg, deren Bürgermeister und Rat ihn vermittelt hatten.
Erst die Bauernkriegsforschungen Peter Blickles beurteilten den Aufstand der Untertanen
1975 nicht nur negativ als Niederlage. Sie sahen auch den Vertrag von Weingarten in
einem neuen Licht, nämlich als einen Friedensvertrag, in dem die Untertanen als
gleichberechtigte Vertragspartner handelten, und die siegreichen Herren auf
Entwaffnung, Schadensersatz und Strafen verzichteten.
Weitere Informationen zum Weingartener Vertrag finden sich im Anhang im Aufsatz von
Prof. Dr. Hans-Ulrich Rudolf.
1.2 Bauliche und technische Rahmenbedingungen
Das Denkmal soll auf dem Münsterplatz in Weingarten stehen, wobei der konkrete
Aufstellungsort noch festgelegt werden muss. Aufgrund der vielseitigen Nutzung des
Münsterplatzes bei verschiedenen Festivitäten, ist eine Randlage wahrscheinlich.
Grundsätzlich sind auch andere Plätze oder öffentlich zugängliche Räume, die eine
Interaktion zwischen Publikum und Werk innerhalb der Stadt Weingarten ermöglichen,
denkbar.
(...)

2.1.1 Wettbewerbsart
Der Wettbewerb wird als offener, zweiphasiger Kunstwettbewerb ausgelobt. Die
maßgebende Wettbewerbssprache ist deutsch.
(...)

2.1.3 Teilnahmeberechtigung
Zugelassen zum Wettbewerb sind professionelle Künstlerinnen und Künstler sowie
Künstlerinnen- und Künstlergruppen weltweit. Die Zulassungsberechtigung wird nach
Abschluss der 1. Phase geprüft.

(...)

2.3.1 Wettbewerbsleistungen 1. Phase
Folgende Wettbewerbsleistungen werden gefordert:

  • 1. Abbildung des Entwurfs mit Auflistung der zur Verwendung vorgeschlagenen Materialien, Abmessungen, Oberflächen, Gewichte und sonstige für eine Beurteilung des Kunstwerkes maßgeblichen Angaben.
  • 2. Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzeptes für die künstlerische Gestaltung der im Teil 1 beschriebenen Wettbewerbsaufgabe
  • 3. Skizzen, Zeichnungen, Fotomontagen im freien Maßstab zur visuellen Erläuterung des Kunstwerks.
  • 4. Unterzeichnete Verfasserinnenerklärung bzw. Verfassererklärung (siehe Anhang).
  • 5. Nachweis der künstlerischen Professionalität (s. 2.1.3)
  • 6. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen.
  • 7. Alle Texte, Zeichnungen und Skizzen auch in digitaler Form. Die Texte als Word-Datei, sonst als jpg oder tiff (auf CD-ROM oder USB-Stick).
  • Teilnehmende dürfen nur eine Arbeit einreichen. Varianten sind nicht zulässig.

(...)

2.5.1 Abgabe der Arbeiten
Die Entwürfe der 1. Wettbewerbsphase sind bis zum 1. April 2022 im Museum im
Schlössle, Scherzachstraße 1, 88250 Weingarten bei Dr. Larissa Düchting einzureichen.
Die Entwürfe der 2. Wettbewerbsphase sind bis zum 14. Oktober 2022 im Museum im
Schlössle, Scherzachstraße 1, 88250 Weingarten bei Dr. Larissa Düchting einzureichen.

(...)

2.7.1 Bearbeitungshonorar
Die Teilnehmenden des Wettbewerbs der 1. Phase erhalten kein Bearbeitungshonorar.
Für die ausgewählten Teilnehmenden der 2. Phase ist ein Honorar in Höhe von 2.000 Euro
(inkl. Mwst.) vorgesehen. Ein zusätzlicher Ersatz für Auslagen wird ausgeschlossen.

(...)

2.7.2 Realisierungskosten
Die Höhe der Finanzmittel zur Realisierung kann zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch
nicht festgelegt
und zugesichert werden. Die Ausloberin und der dafür geschaffene
Förderverein machen sich zugleich mit der Ausschreibung aktiv auf die Suche nach
künftigen Förderern und Fördermitteln.
Die einreichenden Künstlerinnen und Künstler sind aufgefordert, eine Kostenschätzung
für ihr Objekt / ihre Installation abzugeben. In dieser Summe sind sämtliche Kosten für die
Realisierung des Kunstwerks zu nennen, z. B. Herstellung, Material, Fremdleistungen,
notwendige flankierende Baumaßnahmen, Transport, Honorar des Künstlers / der
Künstlerin inkl. aller Nebenkosten (z. B. Reisekosten, Versicherungen) sowie die
gesetzliche Umsatzsteuer. Diese Kosten sind mit Einreichung des Entwurfs auszuweisen.
Darüber hinaus sind mögliche Folgekosten (Betrieb, Wartung) in einer Kostenschätzung
zu skizzieren.
(...)