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Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Pressemitteilung der Kolation der Freien Szene vom 15.01.2015

Nach Jahren der Missachtung, die die Freie Szene durch Klaus Wowereit erfahren hat, erkennt der neue Regierende Bürgermeister Michael Müller nun erstmals ausdrücklich die erfolgreiche Arbeit, die wichtige Rolle und die prekäre Lage von Berlins freien Künstlerinnen und Künstlern an.

Leider geht diese Erkenntnis noch nicht mit handfesten haushaltspolitischen Aussagen einher, die die Not von Berlins freier Kunstszene lindern würde. Die in Aussicht gestellte zusätzliche Förderung der Freien Szene im Umfang von einer Million Euro aus Mitteln der Citytax unterbietet sogar noch die bereits im gültigen Haushaltsgesetz getroffene Festlegung. Aussagen zum Doppelhaushalt 16/17 bezüglich der Freien Szene fehlten in Müllers Regierungserklärung gänzlich.

Die Koalition der Freien Szene fordert noch im laufenden Jahr ein Sofortprogramm für die Freie Szene im Umfang von 5 Mio. Euro, für das bereits sinnvoll strukturierte Konzepte erarbeitet wurden. Dieses Programm ist nicht nur dringend notwendig, sondern angesichts einer erfreulichen Entwicklung der Einnahmen aus der Citytax realistisch zu finanzieren. Im Doppelhaushalt 16/17 müssen dann endlich die Maßnahmen des 10-Punkte-Programms der Freien Szene im Umfang von 18,5 Mio. Euro Realisierung finden.

Wir erkennen an, dass Michael Müller sich zu einer aktiven Rolle der Stadtentwicklung zur Sicherung der räumlichen Infrastruktur für künstlerisches Arbeiten bekennt und bieten weiterhin an, unsere Sachkompetenz in diesem und anderen Bereichen in einen konstruktiven Dialog mit der Politik einzubringen.

Berlin, 15.01.2015

Sprecherkreis Koalition der Freien Szene:
Christophe Knoch, Mica Moca Project Berlin e.V.
Für Bildende Kunst: Herbert Mondry und Bernhard Kotowski, Berufsverband Bildender Künstler Berlin
Für Kulturproduktion und Interdisziplinarität: Wibke Behrens, neue Gesellschaft für bildende Kunst - nGbK
und Sandra Manhartseder, freie Autorin und Kulturproduzentin
Für Musik: Klaus Schöpp, Christian Kesten, DACH/MUSIK-Freie Musikszene, initiative neue musik berlin und
Bettina Bohle, Uli Kempendorff, DACH/MUSIK-Freie Musikszene, IG Jazz Berlin
Für Literatur: Moritz Malsch, Lettrétage Für Tanz: Simone Willeit, Anne Passow, Tanzbüro Berlin
Für Theater: Elisa Müller, Nicole Otte,  Landesverband Freie Darstellende Künste (LAFT Berlin)

  

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