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Ateliernotstand in Berlin - Jetzt zielgenau gegensteuern!

Pressemitteilung des bbk berlin vom 09.03.2015

Zur  AbBA -Aktion gegen das Ateliersterben am 11.03.2015

"Der Ateliernotstand in Berlin ist so groß wie nie zuvor", so heute Herbert Mondry, Vorsitzender des bbk berlin.

"Ungehemmte Spekulation, der Ausverkauf öffentlichen Eigentums, das Fehlen einer wirklichen Künstlerförderung in Berlin: alles kommt zusammen, und allein in diesem Jahr werden wieder hunderte von Berufskünstlerinnen und -künstler ihre Arbeitsstätten verlieren! Die übergroße Mehrheit der Bildenden Künstler/innen in Berlin ist auf der Suche nach Arbeitsräumen. So verliert Berlin seinen Ruf als Ort der internationalen Kunst-Avantgarde.

Jetzt beginnen die Künstlerinnen und Künstler, sich zu wehren. AbBA - die Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser - ruft alle Künstlerinnen und Künstler und Unterstützer auf, am Mittwoch, 11.03.2015, um 13 Uhr zur "Aktion gegen das Ateliersterben" an den Oranienplatz in Kreuzberg zu kommen. Die Aktion ist Auftakt für weiteres Handeln von AbBA, die zur Zeit 10 Atelierhäuser zusammenfasst und rund 500 Künstler/innen vertritt.

Die Berliner Kulturverwaltung hat das Problem der Künstlerverdrängung erkannt und will mit mehr Geld im kommenden Doppelhaushalt gegensteuern. Wichtig dafür ist: Politik für die räumliche Infrastruktur für künstlerische Arbeit braucht  vor allem Zielgenauigkeit und Sachverstand. Deshalb dürfen nicht alle Kunstsparten mit ihren sehr unterschiedlichen Raumbedarfen in einen Topf geworfen und direkt oder indirekt Atelierprogramm und Atelierbeauftragte in Frage gestellt werden. Nur dann ist mehr Geld auch gut angelegt.

Der bbk berlin fordert in Verbindung mit einer neuen Liegenschaftspolitik, die die systematische Verfügbarmachung von landeseigenen Flächen für künstlerische Arbeit ermöglicht, eine Aufstockung des Atelieranmietprogramms. Mittelfristig müssen in Berlin 2.000 neue bezahlbare Ateliers für Bildende Künstlerinnen und Künstler neu geschaffen und angeboten werden können."  

  

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