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„AUCH IN PANKOW ZIEHT KUNST AN UND NICHT AUS!“

PRESSEMITTEILUNG vom 19.11.2018: Atelierhaus Australische Botschaft (Ost) e.V.

Seit anderthalb Jahren nutzen ca. 30 KünstlerInnen das Gebäude der ehemaligen australischen Botschaft in Ost-Berlin als Atelierhaus. Sie arbeiten daran, das Haus dauerhaft als Kunst- und Kulturort zu erhalten, bisher mit ungewissem Ausgang.

Im ehemaligen Botschaftsviertel in Pankow hat sich in kürzester Zeit ein Kunst- und Kulturstandort entwickelt: Das Atelierhaus Australische Botschaft (Ost). Mehr als dreißig KünstlerInnen der bildenden und darstellenden Kunst mieten Atelierräume als Zwischennutzung und realisieren ein großes Spektrum an öffentlichen Veranstaltungen, sowie Ausstellungen und Aufführungen.

Das gemeinsame Projekt beinhaltet, aus dem ehemaligen Gebäude der Australischen Botschaft bei der DDR ein Atelier- und Kunsthaus zu entwickeln. Mit dem Ziel, die Idee einer langfristigen und nachhaltigen Sicherung erschwinglicher Atelier- und Arbeitsräume auch für nachfolgende KünstlerInnen, vorzugsweise in Selbstverwaltung zu verwirklichen. Aber auch der Öffentlichkeit den Zugang und die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur und dem historischem Ort einzuräumen und zu erhalten.

Mit diesem großen Objekt in der Grabbeallee 34-40 in Pankow steht viel für die KünstlerInnen auf dem Spiel. Aber auch für den Anspruch Berlins, ein Ort für Kunst- und Kulturschaffende zu sein. Während die Kunstszene einen hohen nicht nur kulturellen, auch sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert für die Stadt hat, fallen laut bbk berlin jährlich ca. 350 bezahlbare Ateliers in der Stadt weg. Ohne Unterstützung aus der Politik, droht dies nun auch dem Atelierhaus Australische Botschaft (Ost). Die Zeit drängt, da die Mietverträge zum Ende des Jahres auslaufen.
Auch weitere Atelierhäuser in Pankow, zum Beispiel die KunstEtagenPankow in der Pestalozzistr. 5-8, deren Mietverträgen zurzeit Ende 2019 ablaufen, stehen vor einer ungewissen Zukunft.

In einem öffentlichen Brief an Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Berlin, stellen die KünstlerInnen ihr Anliegen im Einzelnen vor. Siehe: https://tinyurl.com/ydftu5eh

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und das weitere Bestehen des Atelierhauses ist ungewiss. Um diesen besonderen kulturellen Ort zu erhalten, scheint politisches Handeln gefragt – und/oder die Unterstützung von Kunst und Kultur zugeneigten privaten Investoren. Aus kultureller, gesellschaftlicher und städtebaulicher Sicht ist das Atelierhaus ein grosser Zugewinn für Berlin-Pankow. Daher bleibt an dieser Stelle ein Appell an die höhere politische Ebene Berlins, sich für den Erhalt des Atelierhauses einzusetzen und damit auch Signalwirkungen für Gestaltungsprozesse zu setzen, die eine Stadt ausmachen.

Am Freitag, den 30 November 2018, von 11:30-14:00 Uhr möchten die KünstlerInnen in der Grabbeallee 34 die Gründung des Vereins „Atelierhaus Australische Botschaft (Ost)“ mit einem Brunch feiern. Der offizielle Teil vom Brunch fängt mit der Begrüßung von Sören Benn (Bürgermeister Pankow) an. Videoarbeiten von Sabrina Brückner, und Mizu Sugai & Jonathan Jung, und eine Performance vom Musiker und Komponist Hans Jörg Brandenburg, werden zu sehen sein.
Um Anmeldung wird gebeten. Bitte schreiben Sie bis zum 26.07.2018 an:

australischebotschaft-ost@protonmail.com
KünstlerInnen vom Atelierhaus Australische Botschaft (Ost) stehen für Interviews zur Verfügung.
Kontakt: +4915171850638

  

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