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Berliner Zeitung, Petra Kohse, 18.12.2018: Von der Kunst, Raum zu greifen

Freie Kunstszene streitet mit Kulturverwaltung über Beschaffung von Immobilien

Immobilien für Kultur - Von der Kunst, Raum zu greifen

Auszug: ..."Und staatliche Raumbeschaffung ist für beide Seiten essenziell. Für Künstler aller Sparten, weil sie keine gewerblichen Mieten bezahlen können. Für Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), weil er im Koalitionsvertrag zusichert, in dieser Amtszeit 2000 neue Kunst-Räume zu schaffen, und seither erst 50 davon gefunden, aber derweil über 400 an den freien Markt verloren hat. Darüber, dass das System, das momentan für die Beantwortung der Raumfrage zuständig ist, den Anforderungen nicht gerecht wird, sind sich beide Seiten einig. Der Dissens besteht in der Problemanalyse und vor allem: den Konsequenzen. 

Noch unter der vorigen Regierung wurde das für die Bildende Kunst seit Jahrzehnten bestehende Atelierprogramm in ein „Arbeitsraumprogramm“ überführt. Darin sind auch sechs von anderen Kunstsparten entsandte Raumkoordinatoren tätig und bemühen sich mit der (für Berlin treuhänderisch tätigen) Gesellschaft für Stadtentwicklung und der Kulturverwaltung um Obdach für Kunst – teils durch Anmietung, teils durch Ankauf wie jüngst im Fall des Radialsystems. Dass dabei alles langsam geht, sieht die Szene als Folge einer Überlastung aller Beteiligten, der durch zusätzliche Mittel und Personen abgeholfen werden könnte, durchaus auch durch eine weitere Instanz, die aber an die bisherige Struktur angedockt werden müsste. "

Der Artikel isz online unter:

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/immobilien-fuer-kultur-von-der-kunst--raum-zu-greifen--31764746

  

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