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Aufruf des bbk berlin zum Haushaltsentwurf 2020/21: Wir fordern - We demand

Der bbk berlin bittet um Unterstützung: Zentrale Forderungen zum Kulturhaushalt im Haushaltsentwurf  2020/2021 

Liebe Künstler*innen, liebe Kolleg*innen,
Noch ist es nicht zu spät! Der bbk berlin will dem Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, der die maßgeblichen Vorentscheidungen über den Landeshaushalt trifft, eine Unterschriften-/Unterstützer*innenliste vorlegen, um den zentralen Forderungen der bildenden Künstler*innen zum Kulturhaushalt 2020/2021 noch einmal Ausdruck zu verleihen.
Diese  zentralen Forderungen sind:
•        350 regelmäßige jährliche Arbeits- und Recherchestipendien für Bildende Kunst
•        Kurzfristig 700 neue Ateliers schaffen – Ateliersofortprogramm
•        Mehr Personal für Werkstätten und Büros

Wenn Ihr dieses Vorhaben unterstützen möchtet, sendet bitte bis zum 13.10.2019 eine E-Mail an info@bbk-berlin.de (Betreff: Unterschriftenliste) mit folgendem Text:
„Ich stimme zu, dass mein vollständiger Name auf der Unterschriften-/Unterstützer*innenliste des bbk berlin veröffentlicht und diese Liste an die Mitglieder des Hauptausschusses des Abgeordnetenhauses von Berlin weitergebgeben wird.”

Vorname Zuname .....................................

English version
The bbk berlin asks for support: Key demands on the cultural budget in the budget negotiations for the years 2020/2021:
Dear artists, dear colleagues,
It's not too late yet! The bbk berlin wants to submit a signature / supporters list to the Main Committee of the Berlin House of Representatives, which makes the relevant preliminary decisions on the state budget, in order to once again express the central demands of the visual artists on the cultural budget 2020/2021.
These central requirements are:
•        350 regular annual work and research grants for the visual arts.
•        Create 700 new studios quickly – immediate action studio program.
•        More staff for workshops and offices.

If you would like to support this project, please send an e-mail to info@bbk-berlin.de until the 13/10/2019 with the following text (subject: signature list):
„I agree that my full name will be published on the signature / supporters list of the bbk berlin and this list will be passed on to the members of the Main Committee of the Berlin House of Representatives.”

firstname lastname .....................................

For English please scroll down

Wir fordern: Mehr Stipendien, mehr Ateliers, mehr Mitarbeiter*innen für die Werkstätten und Büros

Liebe Künstler*innen, die Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2020/2021 sind in vollem Gange und bisher sieht der Haushaltsentwurf für bildende Künstler*innen nur minimale Verbesserungen vor. Deshalb wenden wir uns heute an Euch mit der Bitte um Unterstützung: wir wollen dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses, der die maßgeblichen Entscheidungen trifft, im Oktober eine Unterschriftenliste vorlegen, um nochmals auf die Dringlichkeit unserer Forderungen hinzuweisen.

Im Wesentlichen sind es drei Punkte:

350 regelmäßige jährliche Arbeits- und Recherchestipendien für Bildende Kunst

Seit 2016 gibt es 55 Recherchestipendien für bildende Künstler*innen. Schon vor drei Jahren haben wir ein Konzept dafür vorgelegt, mit 350 neu zu vergebenden Zeitstipendien für bildende Künstler*innen mit einem Förderbetrag von jeweils 8.000 Euro ein Programm mit Breiten- und Tiefenwirkung für die künstlerische Arbeit aufzulegen.

Wir fordern: Diese 350 Zeitstipendien pro Jahr müssen Eingang in den Landeshaushalt finden, dafür sollte der Titel 68119 unter „Arbeits- und Recherchestipendien“ um einen Betrag von 2,4 Mio. Euro jährlich verstärkt werden, der somit auch ausreichen sollte, eine hinreichende Zahl von Jurys finanzieren zu können.

Kurzfristig 700 neue Ateliers schaffen – Ateliersofortprogramm

Wir fordern für die Jahre 2020 und 2021 zusätzlich jeweils einen Betrag von 2,0 Mio. Euro für die Anmietung von Ateliers. Dieser Betrag dürfte ausreichen, 2020 und 2021 jeweils etwa 350 Ateliers im Atelieranmietprogramm neu anbieten zu können (Titel 68577 „Zuschüsse an Servicegesellschaften zur Bestandssicherung von Arbeitsräumen für Künstlerinnen und Künstler“).

Das große Engagement des Senates, neue Arbeitsräume anbieten zu können, respektieren und unterstützen wir. Aber seine Ergebnisse kommen für viele Künstler*innen angesichts sehr langer Planungs- und Realisierungsprozesse zu spät, wie das auch für Neubauvorhaben, etwa von Atelierwohnungen, gilt. Zugleich können Ateliers für bildende Künstler*innen ohne weiteres und sofort in leerstehenden neu zu vermietenden Gewerbe- und Büroräumen eingerichtet werden.

Im Rahmen des genannten Sammeltitels ist im Entwurf des Landeshaushaltes jedoch nur ein Zuwachs von insgesamt 1,5 Mio. Euro vorgesehen, von dem nach Aussage der Senatskulturverwaltung zu etwa 30% auch Raumbedarfe anderer Sparten finanziert werden sollen – also nur ¼ des von uns und vom Atelierbeauftragten für erforderlich gehaltenen Betrages.

Mehr Personal für Werkstätten und Büros

Die Werkstätten und Büros in unserer Kulturwerk GmbH arbeiten seit über 15 Jahren mit der gleichen Anzahl von Mitarbeitern*innen. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der bildenden Künstler*innen in Berlin mehr als verdoppelt.

Seit 2017 bemüht sich das Kulturwerk um eine Aufstockung des Personals – wir fordern daher 200.000 Euro mehr für Personal ab 2020 und nicht erst ab 2021, wie von der Senatskulturverwaltung geplant (Titel 68577 „Sonstige Zuschüsse an Einrichtungen der Bildenden Kunst“, Nr. 6).

Sowohl das Atelierbüro als auch das Büro für Kunst im öffentlichen Raum und die Bildhauerwerkstatt, als auch die Druckwerkstatt sind überlastet. Mögliche Wettbewerbe für Vorhaben von Kunst im öffentlichen Raum können nicht betreut und realisiert werden. Akquise und Ausschreibung von Ateliers können nicht mehr zuverlässig gewährleistet werden. Wichtige Abteilungen in den Werkstätten sind völlig überlastet; es entstehen zum Teil unzumutbare Wartezeiten für die Künstler*innen. Die Mitarbeiter*innen des Kulturwerks sind motiviert, aber an der Grenze des für sie Leist- und Zumutbaren.

 

berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V.
Vorstand des bbk berlin


English version

We Demand: More Scholarships, More Studios, More Staff for the Workshops and Offices.

Dear artists, the budget negotiations for the years 2020/2021 are underway and so far the draft budget only contains minimal improvements for visual artists. That is why we are asking you today for your support: in October we want to present a list of signatures to the Main Committee of the House of Representatives, which makes the relevant decisions, in order to highlight the urgency of our demands.

There are three key points:

350 regular annual work and research grants for the visual arts.

Since 2016, 55 research grants for visual artists have been awarded each year. Three years ago we presented a concept to establish a program with a broad and deep impact on artistic work: with 350 new “time grants” for visual artists, each comprising a sum of 8,000 euros.

We demand that these 350 grants per year must find their way into the state budget, for which the Title 68119, “Work and Research Grants” should be increased by an amount of 2.4 million euros per year, which would also be sufficient to finance a sufficient number of juries.

Create 700 new studios quickly – immediate action studio program.

For the years 2020 and 2021 we demand an additional amount of 2 million euros each to rent studios. This amount should make it possible to allocate circa 350 new studios yearly in the studio program in 2020 and 2021 (Title 68577 “Subsidies to Service Companies to Secure the Existence of Workspaces for Artists”).

We respect and support the Senate’s great commitment to offering new workspaces. But its results will come too late for many artists due to its very long planning and realization processes. This also applies to new construction projects, such as studio flats. Studios for visual artists can easily and immediately be established in vacant commercial and office premises right now.

However, within the framework of the aforementioned collective title, the draft state budget only provides for a total increase of 1.5 million euros, 30% of which (according to the Senate Department for Culture), will also be used to finance space needs in other cultural fields – so it provides only ¼ of the total amount deemed necessary by us and the studio commissioner.

More staff for workshops and offices.

The workshops and offices in our Kulturwerk GmbH have been working with the same number of employees for over 15 years. During this period, the number of visual artists in Berlin has more than doubled.

Since 2017, the Kulturwerk has been trying to increase its staff – we demand a budget increase of 200,000 euros for staff for 2020 and not only for 2021, as planned by the Senate Department for Culture  (Title 68577 “Other Grants to Visual Arts Institutions,” No. 6).

Both the studio office and the office for art in public space; the sculpture studio and the printing workshop are overwhelmed with work. Potential competitions for art in public space cannot be supervised and realised adequately. The acquisition and allocation of studios can no longer be reliably guaranteed. Important departments in the workshops are completely overloaded; in some cases there are unreasonable waiting times for the artists. The employees of the Kulturwerk are motivated, but at the limit of what they can manage.

 

berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V.
- association of professional visual artists berlin
board of the bbk berlin

 

  

bbk berlin e.V.

Köthener Straße 44
10963 Berlin

tel 030 230899-0
fax 030 230899-19

info@bbk-berlin.de