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Alles umsonst? Zur verzwickten Honorierung künstlerischer Arbeit

When Decisions Become Art  //  Selbstorganisation als Aktion und Reflexion
vom 21. Oktober – 10. November 2019 im kunstbunker Nürnberg

Am Samstag, den 26. Oktober 2019 fand im kunstbunker - forum für zeitgneössische kunst e. V. die Informations- und Diskussionsveranstaltung Alles umsonst? Zur verzwickten Honorierung künstlerischer Arbeit statt. Dabei ging es u. a. um die Frage, wie und in welchem Umfang geförderte Ausstellungshonorare eingerichtet werden können, ohne die ohnehin knappen Ausstellungsbudgets der Institutionen noch weiter zu belasten bzw. den Selbstausbeutungsdruck auf die betroffenen Akteur*innen zu erhöhen. Dies betrifft insbesondere Initiativen wie den kunstbunker, wo neben der vom Ehrenamt gedeckten organisatorischen und administrativen Arbeit unentgeltlich auch Inhaltliche Arbeit - in der professionellen Konzeption, Programmierung, Kuration und Vermittlung von Ausstellungen und Veranstaltungen - geleistet wird.

An der Diskussion nahmen der OB-Kandidat für die Kommunalwahl in Nürnberg Thorsten Brehm, Prof. Michael Hakimi von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Milena Mercer vom Kunstpalais Erlangen, die Künstlerin und Sprecherin des bbk berlin Heidi Sill, die in einem Impulsvortrag das so genannte Berliner Modell vorstellte, Dr. Daniela Stöppel, Kunsthistorikerin und Vorstand im Kunstraum München e. V. sowie als Moderator der Künstler und Vorstand im kunstbunker Michael Franz teil. 

Angestoßen durch die Initiative des kunstbunker, hat die Nürnberger SPD-Fraktion mittlerweile einen Antrag eingebracht, der analog zum Berliner Modell Ausstellunghonorare in den öffentlich geförderten Häusern vorsieht und wofür ein eigener Topf einzurichten sei. Der kunstbunker e.v. begrüßt diesen ersten und wichtigen Vorstoß und ist gern weiter dabei, wenn es konkret darum geht die ökonomische Situation von Künstler*innen und Kulturschaffenden strukturell und dauerhaft zu verbessern, Institutionen in ihrem Auftrag und ihrer Effizienz zu stärken und so zur allgemeinen Anerkennung künstlerischer Arbeit beizutragen.

Vorstand des kunstbunker e.v.

Die Presseinformation des kunstbunker – forum für zeitgenössische kunst können Sie hier nachlesen:

  

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