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Ein Wort zu Bethanien

Kürzlich hat die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg beschlossen, eine räumliche und bauliche Trennung zwischen den Kultureinrichtungen im Bethanien - Künstlerhaus Bethanien-GmbH, Druckwerkstatt, Kunstraum Kreuzberg und Musikschule Kreuzberg - und dem „besetzten" Teil des Hauses im Südflügel des Hauptgebäudes des Bethanien-Komplexes herbeiführen zu wollen. Zugleich soll das Hauptgebäude treuhänderisch von der Gesellschaft für Stadtentwicklung übernommen werden, während zugleich alle Nutzerinnen und Nutzer im Haus Mietzahlungen leisten sollen.

Nach jahrelangen Reibungen und Konflikten im Haus ist dieser Beschluss aus unserer Sicht vernünftig und sollte nach Menschenermessen gewährleisten, dass unsere Druckwerkstatt im Bethanien auch künftig in gewohnter und bewährter Form weiterarbeiten kann.

Die mit diesem Beschluss verbundenen eher weltanschaulichen Debatten müssen seitens des Kulturwerks des bbk berlins nicht kommentiert werden. Mit Nachdruck muss allerdings eins festgestellt werden: Es gibt weder im Bethanien noch anderswo einen Gegensatz zwischen kulturellen und sozialen Anliegen. Selbstverständlich können auch im Bethanien seriöse Projekte der Sozial- und Gemeinwesenarbeit neben kulturellen und künstlerischen Institutionen arbeiten. Konflikte im Bethanien sind also nicht deshalb entstanden, sondern nur dadurch, dass im Zusammenhang mit der Hausbesetzung sozial- und gesellschaftspolitische Anliegen zwar oft in belästigender Form und lautstark vertreten, aber eben nicht realisiert worden sind.

 

Bernhard Kotowski
Berlin, 3. März 2008

  

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