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Ergebnisse der bbk berlin Blitzumfrage: Soforthilfe II und die Künstler*innen

Die Umfrage des bbk* berlin zur Soforthilfe II für Soloselbständige des Landes Berlin wurde in drei Tagen von insgesamt 1.744 Künstler*innen beantwortet.

Aus für Berliner Soforthilfeprogramm - jetzt ist der Bund gefordert.

Das Berliner Programm Soforthilfe II (Corona-Zuschuss) stellte für wenige Tage unbürokratische und schnelle finanzielle Unterstützung zur finanziellen Unterstützung von Soloselbständigen und Kleinstbetrieben mit bis zu 5 bzw. bis zu 10 Mitarbeitern aus Landes- und Bundesmittel bereit. Das Programm ist jedoch am 1. April 2020 um 12:00 Uhr vorzeitig beendet worden.

Das Soforthilfeprogramm des Bundes. Ein erstes kurzes Statement:

Das eigentliche Problem, das wir hier ansprechen müssen, ist das Versagen des Bundes. Behauptet wurde, Bundesregierung und Bundestag würden Schutzschirme über Selbstständige und Kleinunternehmen aufspannen, und Künstler*innen und kleine Kultureinrichtungen würden nicht im Stich gelassen werden. In vielen Medien wurde diese Darstellung unkritisch übernommen.

Bundestag beschließt 50 Milliarden Corona-Hilfspaket ... und für Künstler*innen bleibt Hartz IV. Grundeinkommen jetzt!

Gestern hat der Bundestag umfangreiche Überbrückungshilfen beschlossen, mit denen die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft, Kultur, für Arbeitnehmer*innen und Selbständige in Grenzen gehalten werden sollen. Künstler*innen, deren Aufträge, Honorare, Verkäufe wegbrechen, war "unbürokratische Hilfe" versprochen. Stattdessen werden sie auf Hartz IV verwiesen.

Blitzumfrage COVID-19 und die Bildende Kunst

Die Umfrage zeigt: Notwendig ist ein Sofortprogramm zur beruflichen Existenzsicherung der Künstler*innen, die ihren Arbeitsmittelpunkt in Berlin haben.

Wir fordern Soforthilfefonds für Berlins Künstler*innen!

Berlins Künstler*innen sind eine "besonders vulnerable Gruppe", was die wirtschaftlichen Folgen des Virus betrifft. Zugleich leben und arbeiten in Berlin besonders viele Künstler*innen, denn in Berlin konzentriert sich künstlerische und geistige Arbeit. Sie sind akut existenziell bedroht!

"Rot-Rot-Grün kürzt die Atelierförderung"

so der Atelierbeauftragte im Kulturwerk des bbk berlin in einer Pressemitteilung vom 6.11.2019. Zum Hintergrund und zur Klarstellung.

Offener Brief des Atelierbeirates

Steigende Mieten, Raumnot und Verdrängung gefährden den Zusammenhalt der Stadt. Künstler*innen und Kulturschaffende verlieren ihre Räume und damit ihre Arbeitsmöglichkeiten. Als Atelierbeirat bekommen wir die rasant steigende Anzahl und Verzweiflung der Bewerber*innen um geförderte Ateliers und Atelierwohnungen deutlich zu spüren.

Noch ist es nicht zu spät!

Der bbk berlin übergibt drei zentrale Forderungen zur dringend notwendigen Verbesserung der Infrastrukturbedingungen für die künstlerische Arbeit in dieser Stadt an den Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses – unterschrieben und unterstützt von mehr als 1.300 bildenden Künstler*innen und Kulturschaffenden.

Wer 250 Millionen aus dem Hut zaubern kann, kann auch noch mehr.

Wir schlagen vor: Liebe Bundesregierung, lieber Bundestag, sorgt jetzt dafür, dass es auch noch in 50 und in 100 Jahren Kunst gibt, mit denen schöne Museumsbauten gefüllt werden können. Nehmt dazu noch einmal 450 Millionen Euro in die Hand.