Ausgabenrelease Nr. 72 der Fachzeitschrift Kunststadt/Stadtkunst

Ausgabe Nr. 72 von Kunststadt/Stadtkunst

 

Wir freuen uns, euch und Ihnen die 72. Ausgabe der kunststadt/stadtkunst, der Fachzeitschrift für Kunst im öffentlichen Raum, vorzustellen, die in wenigen Tagen erscheinen wird.

Am 9. Dezember laden wir ab 19.00 Uhr herzlich zu einer kleinen Release-Veranstaltung im Satellit, Weinstraße 11, 10249 Berlin, ein.

Veranstaltungsort: Im Satellit, Weinstraße 11, 10249 Berlin

 

Programm:

  • Vorstellung der neuen Ausgabe Nr. 72 von Kunststadt/Stadtkunst
  • Diskussion zum Thema „Temporäre Kunst im öffentlichen Raum“

 

Die aktuelle Ausgabe der kunststadt/stadtkunst widmet sich in mehreren Beiträgen der Kulturpolitik im Land Berlin. Im Editorial betonen wir, dass Kunst im Stadtraum für die Stadtgesellschaft und ihre Vielfalt unverzichtbar ist und dass die geplanten Streichungen in diesem Bereich unbedingt zurückgenommen werden müssen. Ein Diskussionspapier der ver.di AG Kunst und Kultur für die kulturpolitische Konferenz im Herbst 2025 weist auf den Zusammenhang zwischen gezielten Einsparungen im Kulturbereich und autoritären Tendenzen hin und plädiert für eine freie, solidarische und vielfältige Kulturlandschaft in Berlin, die unter anderem durch ein Kulturfördergesetz dringend abgesichert werden muss.

Stefan Krüskemper, letzter Vorsitzender des Beratungsausschusses Kunst, mahnt die Wiedereinsetzung des Gremiums an und unterstreicht seine Bedeutung.

Wir freuen uns außerdem über ein Interview mit Susanne Bayer über radio connection, einem seit vielen Jahren bestehenden partizipativen, mehrsprachigen Radio- und Podcastprojekt, das aus einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb für zehn modulare Flüchtlingsunterkünfte in Berlin hervorgegangen ist.

Die Friedensstatue des Korea-Verbandes hat den öffentlichen Diskurs in Berlin über mehrere Jahre beschäftigt. Sven Kalden hat hierzu über ein politisches Ablenkungsmanöver im Gewand von Kunst im öffentlichen Raum recherchiert.

Hildegard Kurt wirft einen retrospektiven Blick auf die Citizen Art Days als künstlerische Bestärkung kollektiver kritischer Autonomie.

Mehrere Artikel widmen sich Formen kollektiven Gedenkens: Die Autor*innen von Berlin Global Village reflektieren über das erste Jahr des Bestehens des dekolonialen Denkzeichens. Seçil Yersel und Nadin Reschke berichten über den Entstehungsprozess des Berliner Tertele-Denkmals zur Erinnerung an den Genozid von Dersim. Helen Adkins führt in einen Gedenkdialog zwischen Zagreb und Berlin. Hauke Zießler schreibt über die Bedeutung des Mosaiks als Symbol gemeinsamen Handelns in der Kunst Südafrikas nach der Apartheid und zeigt in einem Interview mit Melissa Shaginoff Gedenkformen im heutigen Alaska, die an systematische Unterdrückung und den Völkermord an der indigenen Bevölkerung erinnern.

Elfriede Müller rezensiert in ihrem Beitrag Kunst – Das Andere der Politik? das Buch von Michael Diers: Gegen den Strich. Die Kunst und ihre politischen Formen.

Susanne Bosch nimmt uns mit zum Residenzprogramm der Stiftung Cittadellarte – Fondazione Pistoletto.

Der Denk-Ort sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Hamburg und die Kontroversen um den Ausgang des Wettbewerbs stehen im Mittelpunkt eines Interviews mit Ute Vorkoeper, die Mitglied der Jury war.

Über die Berliner Wettbewerbskultur berichtet Birgit Schlieps, die der Jury im Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die Wedding Advanced Laboratories angehörte. Sabine Ziegenrücker stellt drei Kunst-am-Bau-Wettbewerbe vor, die im vergangenen Jahr im Bezirk Reinickendorf realisiert wurden. Und last but not least fragt Manaf Halbouni anhand des Wettbewerbs zum Humboldt Forum nach der Rolle großer Architekturbüros in Kunstwettbewerben.

Die Rahmenbedingungen und Entwurfsabbildungen der vielen Wettbewerbe, die das Büro für Kunst im öffentlichen Raum in den vergangenen Jahren betreut hat, präsentieren wir euch und Ihnen nun auf unserer neu gestalteten Website, die endlich eine angemessene Form für die Darstellung des umfassenden Wettbewerbsgeschehens im Land Berlin und seinen Bezirken bietet.

 

Die Fachzeitschrift kunststadt stadtkunst ist deutschlandweit die einzige Fachpublikation, die sich ausschließlich mit Kunst im öffentlichen Raum befasst. Seit 1979 informiert sie in bislang 71 Ausgaben über Kunstwettbewerbe und liefert Beiträge zu kunst-, kulturpolitischen sowie gedenkpolitischen Diskursen, die den öffentlichen Raum thematisieren. Thematische Schwerpunkte sind: Kulturpolitik, Kunst im Stadtraum, Kunsttheorie, Kunst und Gedenken, internationale Entwicklungen sowie Kunstwettbewerbe.