Stimmrechtsübertragung für die Mitgliederversammlung der VG Bild-Kunst bis 25. Juli

Stimmrechtsübertragung MV VG Bild-Kunst für den bbk berlin

Liebe Künstler*innen,

als bbk berlin möchten wir auf zukünftige Entwicklungen, die vor allem die Umsetzung des Urheber-rechts betreffen, Einfluss nehmen. Da wir nicht in den Gremien der VG Bild-Kunst vertreten sind, bleibt uns nur die Möglichkeit der Antragsstellung an die Berufsgruppen- und Mitgliederversammlungen.

Aus diesem Grund bitten wir Euch, uns Eure Stimme bei den Mitgliederversammlungen der VG Bild-Kunst zu übertragen. Denn je mehr Stimmen wir haben, um so stärker ist unser Gewicht!

Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten in der Vergangenheit einige Erfolge erzielt. Zum Beispiel mit der Kampagne „Ich-krieg-weniger“ (2017), die entscheidende Veränderungen in der Mitgliederversammlung bewirkte:

↑ Die Kampagne hat damals erreicht, dass nicht nur Ausstellungen bei den Ausschüttungen berücksichtigt wurden, sondern auch Performances, Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum, Künstlerische Interventionen jeglicher Art und Netzkunst. Damit haben sich die Meldemöglichkeiten für Künstler*innen damals erheblich erweitert.

UNSERE FORDERUNGEN: Lücken schließen.

Wir wollen, dass auch Auslandsausstellungen zukünftig gemeldet werden können und dass z. B. Artotheken Tantiemen zahlen müssen, wenn sie Kunstwerke zeigen bzw. verleihen und dass die Meldebegrenzungen erweitert werden, so dass man in Zukunft mehr als 200 Bilder melden kann.

AUSSTELLUNGSHONORARE AUF BUNDESEBENE, IN DEN LÄNDERN UND KOMMUNEN

Wir wollen, dass sich die VG Bild-Kunst dafür einsetzt, dass das Berliner Modell der Ausstellungs-honorare auch in anderen Bundesländern und für Bundeseinrichtungen umgesetzt wird.

Der bbk berlin hat – zusammen mit den Kommunalen Galerien Berlin – 2016 eine freiwillige Verpflichtung des  Berliner Senats erreicht, Ausstellungshonorare für mit Landesmitteln geförderten Ausstellungen an die teilnehmenden Künstler*innen zu zahlen. Dieses Berliner Modell hat sich in der Praxis bewährt. Die Stadt Hamburg, das Land NRW, das Land Brandenburg und die Stadt
Stuttgart ziehen bereits nach!

Die Mindesthonorarsätze in Berlin machen damit eine Vorgabe, an denen sich andere Bundesländer und Kommunen orientieren können. Wir wollen, dass sich alle Länder und der Bund freiwillig zu Ausstellungshonoraren verpflichten. Dafür ist keine Reform des Urheberrechts nötig, weil Ausstellungshonorare nicht auf dieser Grundlage gezahlt werden.

Im Gegenteil: Eine Reform des Ausstellungsrechts im Urheberrecht, kann im schlimmsten Fall darauf hinauslaufen, dass das Berliner Modell mit seinen Leistungen für gegenwärtig aktive Künstler*innen gefährdet und durch kleine Pauschalzahlungen an die VG Bild-Kunst ersetzet werden würde, die dann auch Erb*innen bekannter und längst verstorbener Künstler*innen zufließen.

VERGÜTUNG FÜR ABBILDUNGEN

In einigen Jahren werden Einnahmen von Internet-Suchmaschinen und sozialen Netzwerken erzielt werden. Die Nutzung der Abbildungen dort aber ist nur schwer messbar.

Wir wollen gemeinsam mit der VG Bild-Kunst einen zeitgemäßen Verteilungsschlüssel erarbeiten, der sich auf keinen Fall am Umsatz der Urheber*innen orientiert, damit die Mehrheit der Künstler*innen nicht benachteilig wird.

BESETZUNG VON JURYS

Jurys, die über die Stipendien der VG Bild-Kunst entscheiden, sollten in regelmäßigen Abständen neu besetzt werden, um eine gerechtere Auswahl von Projekten zu gewährleisten.

VERGÜTUNGSPFLICHT

Wir wollen, dass sich die VG Bild-Kunst generell für eine Vergütung jeder Form von Präsentation künstlerischer Werke einsetzt, ähnlich wie es die GEMA seit Jahrzehnten tut.

WIE SCHAFFEN WIR DAS?

Wenn viele Mitglieder der VG Bild-Kunst dem bbk berlin e. V. ihre Stimme bei den Berufsgruppen- und Mitgliederversammlungen übertragen, haben wir die Chance, eine Satzungsänderung durch zusetzen, die es uns ermöglicht in drei Jahren in den Verwaltungsrat der VG Bild-Kunst gewählt zu werden. Das wäre ein wesentlicher Schritt, da im Verwaltungsrat wichtige operative Entscheidungen für die Aktivitäten der VG Bild-Kunst getroffen werden.

Wir möchten effektiv mitarbeiten, Konzepte entwickeln und dafür sorgen, dass die Interessen der Künstler*innen, die wir vertreten, wirksam gewahrt werden.

DIE STIMMRECHTSÜBERTRAGUNG IST GANZ EINFACH:

Alle Mitglieder bekommen vor jeder Versammlung von der VG Bild-Kunst ein Formular zugeschickt.

Wenn Ihr uns Eure Stimme übertragen wollt, dann bitte auf dem Formular zur Stimmrechtsübertragung den berufsverband bildener künstler*innen berlin e.V. ankreuzen, unterschreiben und an die VG Bild-Kunst per Mail, Fax oder Brief bis zum 25.07.2022 zurücksenden.


Vielen Dank!
bbk berlin