21.05.2025 | Sarah Wedl-Wilson wird zur Berliner Kultursenatorin ernannt und Cerstin Richter-Kotowski rückt an ihre Seite als neue Staatssekretärin für Kultur

Morgen, am 22. Mai 2025, wird Sarah Wedl-Wilson offiziell ins Amt der Kultursenatorin berufen. Die Kulturmanagerin mit klassisch-musikalischer Ausbildung, war an der Universität Mozarteum Salzburg als Vize- und Interimsrektorin und mehrere Jahre als Rektorin der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler tätig. Sie kennt Berlin. Sseit fast genau zwei Jahren hat sie die Kulturpolitik als Staatssekretärin begleitet und ihr Spektrum an Kenntnis der gesamten Kulturlandschaft hat sich seitdem erweitern können. 

Auf ihre Stelle rückt die bisherige Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) aus Steglitz-Zehlendorf nach. Sie bringt 30 Jahre politische Erfahrung auf bezirklicher Ebene, aber auch im Landesparlament als Abgeordnete mit. 

Wir gratulieren beiden Politikerinnen für Ihre Ernennungen, beiden ist der bbk berlin nicht unbekannt. Und auch die Tochtergesellschaften des bbk berlin können bereits auf interessierte Besuche und fachlichen Austausch blicken. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in herausfordernden Zeiten, in denen die Kunst und Kultur einen hohen Stellenwert für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einnimmt.

Der bbk berlin ist als Berufsverband seinen knapp 3.000 Mitgliedern und politisch gesehen auch den fast 10.000 bildenden Künstler*innen Berlins verpflichtet. Um die Produktionsbedingungen für die Bildende Kunst zu sichern, geht es uns dabei, eine verlässliche und bezahlbare Infrastruktur mit Ateliers, professionellen Werkstätten, mit Förderung von Kunst im öffentlichen Raum und ergebnisoffener Stipendien- und Projektförderung zu erhalten und zukünftig wieder auszubauen. Reden müssen wir schnellstmöglich über die zurzeit ausgesetzten Ausstellungshonorare für bildende Künstler*innen, die den Kommunalen Galerien ab dem 1. Januar 2025 nicht mehr zur Verfügung stehen. „Exhibition fees“ sind im internationalen Kontext eine Selbstverständlichkeit geworden und in Berlin sind sie eine wichtige Errungenschaft des bbk berlin zusammen mit den Kommunalen Galerien. Diese Errungenschaft, die als Berliner Modell in weiteren Bundesländern und Städten als Vorbild gilt sowie international Beachtung findet, darf auf keinen Fall wieder verschwinden. Das Signal wäre ein sehr hoher Preis für den Stellenwert der Kunst und Kultur in Berlin.

Die Freie Szene, gerade die Bildende Kunst, ist angewiesen auf die Kenntnis, wie Produktion und Präsentation ineinander verschränkt sind. Kunst im Stadtraum, in den Kommunalen und kommerziellen Galerien, in den Projekträumen und Ausstellungshäusern können nicht existieren, wenn die Produktion nicht alle Möglichkeiten bekommt, um Kunst entstehen zu lassen.

Wir haben keinen Zweifel, dass die Freie Szene und die Bildende Kunst die bereits geschaffene Arbeitsebene zu Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson und ihrer Staatssekretärin Cerstin Richter-Kotowski nun durch Tragfähigkeit und Verbindlichkeit den Respekt bekommt, der ihr gebührt und zu benennende Konflikte und Probleme eine Aufforderung zur konstruktiven Auseinandersetzung und Lösungsfindung sind.

Frauke Boggasch und Birgit Cauer
Sprecherinnen bbk berlin

Presse:

https://www.ardmediathek.de/video/rbb24-abendschau/neue-kultursenatorin-vereidigt/rbb/Y3JpZDovL3JiYl9hNTg3MjlhMy0yNDUxLTQ3MzgtYTljNy00NDBiNmQyZDljYjlfcHVibGljYXRpb24

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