22.10.2025 | Pressemitteilung des bbk berlin: „Für die Kunst. Mehr und nicht weniger“
Kulturpolitische Entschlossenheit und internationale Vernetzung prägen das 75-jährige Jubiläum des bbk berlin
„Für die Kunst. Mehr und nicht weniger“
Zum 75-jährigen Jubiläum des bbk berlin feiern wir historische Erfolge und starten mit unseren neu gewählten Vorständ*innen Alex Lebus und Benjamin Zuber voller Motivation in die Zukunft.
In ihren Glückwünschen zur Eröffnung des Jubiläumsfestes hob Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur, den bbk berlin als starke Stimme der Bildenden Künstler*innen Berlins hervor. Besonders würdigte sie den Erfolg beim Erhalt des Fonds für Ausstellungsvergütungen für Bildende Künstler*innen (FABiK) und die wichtige Rolle der Verbandsarbeit in herausfordernden Zeiten. „Wer Ateliers verliert, verliert Künstler*innen“, mahnte sie und ergänzte:
"Kunst braucht Freiheit. Faire Rahmenbedingungen sind ihre Voraussetzung."
Im Anschluss blickte Bernhard Kotowski, ab 1990 erster Atelierbeauftragter Berlins, auf die Herausforderungen der Stadtgeschichte zurück und betonte: „Ich bin optimistisch, dass das Atelierbüro im kulturwerk des bbk berlin den kommenden Herausforderungen gewachsen ist.“
Auch Heidi Sill, langjährige Sprecherin, gratulierte den aktuellen Sprecher*innen und ermutigte das unermüdliche Engagement des Verbandes: Der bbk berlin habe viel bewegt, doch die Diskussion um den Wert künstlerischer Arbeit bleibe immer wieder aktuell.
Dieser Appell unterstreicht die Relevanz, die Freiheit der künstlerischen Praxis aktiv zu verteidigen. Frauke Boggasch, Co-Sprecherin des bbk berlin: „Der bbk berlin bleibt ein verlässliches Gegenüber der Kulturpolitik in Berlin, mit klarem Bekenntnis zur Sicherung der künstlerischen Freiheit und der Existenzgrundlagen für Kunstschaffende.“
Der Blick nach vorne geht am besten mit Verbündeten
Der amtierende Vorstand ist sich einig, dass der internationale Austausch des bbk berlin, einer der größten Interessenvertretungen für Künstler*innen in Deutschland mit über 3.000 Mitgliedern, mit anderen Berufsverbänden zukünftig einen größeren Stellenwert einnehmen soll. Einen Anfang hat man direkt am vergangenen Samstag mit geladenen Vertreter*innen aus Österreich, Norwegen und Serbien in der öffentlichen Runde „What’s work got to do with it“ gemacht. Das Panel fand im Rahmen des Strategischen Herbstes der Solidaritäten statt.
Birgit Cauer, Co-Sprecherin des bbk berlin: „Diese länderübergreifende Vernetzung stärkt das gemeinsame Engagement innerhalb der Künstler*innenverbände, deren Geschichte teilweise mehr als 100 Jahre zurückreicht. Der Austausch über Grenzen hinweg ist gerade jetzt essenziell, in Zeiten, in denen Kunst und Kultur immer wieder auf die politische Agenda gesetzt werden müssen.“
Seit 1950 setzt sich der bbk berlin konsequent für die Interessen bildender Künstler*innen in Berlin ein. Die Gründung fiel zusammen mit der Denkschrift „Kunst in Not“, die bereits damals die soziale Lage der Künstler*innen in der Hauptstadt dokumentierte. Mit den beiden Tochtergesellschaften kulturwerk und bildungswerk sowie der Atelierförderung, die 1991 startete, bietet der bbk berlin heute europaweit ein einzigartiges Infrastrukturangebot für Berufskünstler*innen der Bildenden Kunst. Angesichts des erneut zunehmenden politischen Drucks auf die freie Szene freut sich der bbk berlin über die verstärkte Vernetzungen mit internationalen Partner*innen.
Wibke Behrens, Geschäftsführerin des bbk berlin und seinen Tochtergesellschaften blickt zuversichtlich auf die kommenden Jahre und Jahrzehnte des Verbandes: “Prominente Glückwünsche internationaler Verbündeter und aus der Kulturpolitik würdigen den Einsatz des bbk berlin für die Interessen der bildenden Künstler*innen Berlins. Sie bestärken uns im Erhalt und der Akquise dringend benötigter Ateliers, der Sicherung der Ausstellungsvergütungen und der fairen Honorare sowie der kontinuierlichen Sensibilisierung der künstlerischen Praxis als Berufsbild in der Allgemeinheit.”
Frauke Boggasch und Birgit Cauer,
Sprecherinnen bbk berlin