26.11.2025 | Pressemitteilung des bbk berlin: Die Häuser in der Atelierförderung von 2025 bleiben auch über 2026 erhalten

Pressemitteilung des bbk berlin

 

In den kommenden beiden Haushaltsjahren enden rund 300 Ateliermietverträge. Der politische Wille zur Sicherung ist vorhanden, die finanzielle Absicherung scheint auch nicht das Problem. 

Nun gab es Anfang der Woche eine weitere mündliche Zusicherung der Staatssekretärin für Kultur, Cerstin Richter-Kotowski, zur Sicherung der bestehenden Atelierräume. Auf die Anfrage von Melanie Kühnemann-Grunow, MdA (SPD): „Wie plant die Senatsverwaltung, um die bestehenden Verträge zu sichern?“, antwortete Richter-Kotowski: „Bei der Hobrechtstraße ist es so, dass die Vertragsverlängerung bis zum 30.06.2030 ausgesprochen wurde, also das ist verlängert.“

Frauke Boggasch, Co-Sprecherin des bbk berlin: “Die bildenden Künstler*innen sind die Leidtragenden, wenn ein hausgemachtes Problem droht, das weniger mit fehlendem Geld, sondern mit haushaltstechnischen Unsicherheiten zu tun hat.​”

Wir begrüßen ausdrücklich die Nachricht, dass die Ateliers in der Hobrechtstraße gesichert sind. Der Einsatz der Künstler*innen – ihre Kundgebungen und ihr kontinuierliches Engagement für den Erhalt der Arbeitsräume – hat Wirkung gezeigt. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen. Noch immer warten – jetzt, Ende November – insgesamt 60 Atelierplätze in der Schönstedtstraße (Vertragsende am 31. Dezember 2025) und in der Tromsöer Straße (Vertragsende am 28. Februar 2026) auf eine verbindliche, schriftliche Bestandssicherung.

Im Ausschuss für Kultur, Engagement und Demokratieförderung antwortete die Staatssekretärin für Kultur auch auf die Nachfrage der SPD zur Sicherung bestehender Verträge: Neuanmietungen seien aktuell nicht möglich. Mietverträge, die dieses oder nächstes Jahr auslaufen, würden jedoch verlängert – sofern die jeweiligen Eigentümer*innen das wünschen. Für diese Vollzugssicherheit fehlt bisher aber eine schriftliche Zusage über die Freigabe der im Haushalt eingeplanten Mittel.

Birgit Cauer, Co-Sprecherin des bbk berlin: „Der Senat muss die bestehenden Unsicherheiten endlich ausräumen und für alle geförderten Atelierräume eine transparente, rechtsverbindliche Bestandssicherung schaffen. Nur so lässt sich das Arbeitsraumprogramm und damit die Existenz vieler Künstler*innen dauerhaft schützen.“

Frauke Boggasch und Birgit Cauer,
Sprecherinnen bbk berlin