Gerhard Mantz

Mit ihm haben viele Künstler*innen in Berlin einen Wegbegleiter und Freund, die Stadt und der bbk berlin einen herausragenden Künstler verloren.

In Neu-Ulm 1950 geboren hat Gerhard Mantz schon mit 25 Jahren sein Malerei-Studium an der Kunstakademie Karlsruhe abgeschlossen und ist in den 80er Jahren nach Berlin gegangen. Die in dieser Zeit entstandenen Objekte – schwebend zwischen Skulptur und Malerei – provozierten mit ihrer Materialität und Farbe ganz neue sinnliche Eindrücke. Diese Wandobjekte ließen schon früh sein Interesse für neue Technologien erahnen. Kaum waren Computer und ihre Programme in den Ateliers zu Werkzeugen geworden, perfektionierte er die abstrakte, die erfundene, die vorgestellte Form und entwickelte immer neue Entwürfe. Gerhard Mantz‘ Kreationen waren so vielfältig wie virtuelle Welten nur sein können und endlos in ihrer Vorstellung. Die oft beeindruckend schönen und geheimnisvollen Landschaften, Räume und Avatare ließen in Verbindung mit den Titeln der Werke neben ihren phantastischen Projektionen auch eine dunkle Seite aufscheinen, die bei genauer Betrachtung eine bedrohliche Vision zeigte. Die spannende Korrespondenz zwischen frühen und aktuellen Werken war zum Beispiel in den umfangreichen Einzelausstellungen im Till Richter Museum nahe Usedom oder in der Kommunalen Galerie Berlin zu erfahren.

Gerhard Mantz ist nun nicht mehr an unserer Seite. Über dreißig Jahre war er Mitglied im bbk berlin. Wir trauern mit seinen Freunden.

Kunstforum-Nachrichten: Gerhard Mantz gestorben

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