Aktuelles   –   Kontakt   –   Drucken

Zurück zur Übersicht

Charlottenburg-Wilmersdorf verkauft seine Künstler

Pressemitteilung des bbk berlin

Die 3 Atelierhäuser Sigmaringer Str.1, Nonnendamm 17 und Alt-Lietzow 12 mit insgesamt 60 Ateliers, darunter auch 26 Ateliers, die bislang vom Berliner Senat gefördert wurden, sollen nach dem erklärten Willen des Bezirksamts zum Verkauf in den Liegenschaftsfonds gegeben werden.

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf wird am 8.März in der Bezirksverordnetenversammlung im Rahmen der Haushaltsaufstellung den Antrag stellen, nach Alt-Lietzow 12 auch die Sigmaringer Str. und einige weitere bezirkseigene Häuser zu verkaufen. Der Verkauf des Atelierhauses am Nonnendamm wurde nach neuesten Informationen gegen den Willen des Bezirks bereits vom Finanzsenator abgelehnt.

Die Mietverträge der Künstlerinnen und Künstler sind deshalb nur noch bis Mitte 2012 befristet oder sind sogar jederzeit kündbar.

Der Vorsitzende des berufsverbandes bildender künstler berlin, Herbert Mondry, fordert die Bezirksamtsmitglieder und die Bezirksverordnetenversammlung nachdrücklich auf, den Verkaufsplänen nicht zuzustimmen und stattdessen die Atelierhäuser an die Kultur-Treuhandgesellschaft GSE zu übertragen.

Wegen der starken Mietpreissteigerungen in Berlin sind in den letzten Jahren bereits 700 Ateliers ersatzlos verloren gegangen.

„Es ist völlig unverständlich“ – so Mondry weiter – „Häuser, die sich wirtschaftlich selbst tragen, dennoch zum Verkauf zu geben.“ Er fordert das Bezirksamt auf, seiner kulturellen Verantwortung weiter gerecht zu werden.

Herbert Mondry
Vorsitzender des bbk berlin