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Neuer Vorstand gewählt

Pressemitteilung des bbk berlin vom 12.05.2016

Auf der Mitgliederversammlung des berufsverbandes bildender künstler berlin e.V. am 11. Mai 2016 wurde ein neuer Vorstand mit den Künstlerinnen und Künstlern Patrick Huber, Zoë Miller, Herbert Mondry, Cornelia Renz, Thomas Schliesser, Heidi Sill und Sophie-Therese Trenka-Dalton gewählt.

Die neu gewählte Vorstandsvorsitzende Heidi Sill bedankt sich im Namen aller Mitglieder bei dem ehemaligen ersten Vorsitzenden Herbert Mondry für seine jahrzehntelang engagierte und erfolgreiche Arbeit für die bildenden Künstlerinnen und Künstler dieser Stadt.

Die gestern gewählten Vorstandsmitglieder möchten diese Arbeit zielgerichtet fortsetzen. Der Verband freut sich über seine zahlreichen, engagierte Mitglieder, die die Arbeit des Vorstandes kritisch unterstützen und die Verbandsziele formulieren. Die Vorstandsarbeit wird von dem neuen Vorstand paritätisch getragen. Dies entspricht dem Selbstverständnis eines Verbandes, der aktive und selbstbewusste Künstlerinnen und Künstler vertritt.


Zugleich hat die Mitgliederversammlung folgende Beschlüsse gefasst:

1. Grundsatzbeschluss über Schwerpunkte künftiger Verbandsarbeit

 „Grundlage der Arbeit des Vorstandes ist die Freiheit der Kunst und die Unabhängigkeit und die Selbstbestimmung des Verbandes. Der Vorstand leistet und verantwortet die politische Arbeit im Rahmen der Beschlüsse der Mitgliederversammlung immer gemeinsam. Ein starker Verband mit starken gemeinnützigen Gesellschaften bedarf einer starken Öffentlichkeitsarbeit.“

Bewahren was wir haben

Das Kulturwerk mit Atelierbüro, den Werkstätten, dem Büro für Kunst im Öffentlichen Raum und das Bildungswerk werden auf hohem Niveau erhalten und gegen Eingriffe und Zweckentfremdung gesichert und weiterentwickelt.
Der Vorstand setzt sich für höhere Löhne und Gehälter nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes ein. Die Zuwendungen für das Kulturwerk müssen daher erhöht werden.

Was wir haben und weiter entwickeln

  • Die Atelierförderung des bbk berlin bleibt selbstverständlich im Kulturwerk mit seiner Vergabe, den Büros und dem Atelierbeauftragten. Der Atelierbeauftragte erhält die volle Unterstützung für seine Arbeit.
  • Die Zusammenarbeit mit anderen Spartenverbänden wird weiter geführt ohne Aufgabe der eigenen politischen Positionen.
  • Die Ausstellungshonorare sollen auch bundesweit für alle Künstlerinnen und Künstler üblich werden und in Berlin auf weitere landesgeförderte Einrichtungen ausgedehnt werden.
  • Grundsätzlich sollen KünstlerInnen wenn sie Auftragsarbeiten erledigen, angemessene Honorare erhalten, für die der Verband Empfehlungen geben sollte.
  • Der Verband setzt sich für eine bedarfsgerechte und transparente staatliche Kunstförderung und Vergabe ein, die der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen gerecht wird, die Ausweitung der Stipendien und weitere Förderungen und fordert grundsätzlich faire und bedarfsgerechte und kunst- und künstlernahe Spartenjurys, ohne fachfremde Beteiligungen. Dazu gehört auch die  Reformierung der Anweisung Bau.
  • Entwicklung von Fördermodellen für besonders benachteiligte Gruppen wie Alleinerziehende und Modelle gegen Altersarmut entwickeln.
  • Regelmäßige Bedarfsanalysen um kulturpolitische Ziele zu belegen, zu entwickeln und sie in der Politik durchsetzen zu können.

Geistige Grundlagen

Freiheit braucht aber auch immaterielle Grundlagen. Angesicht der Herausforderungen durch die aktuellen gesellschaftlichen Umwälzungen, die fundamentalistische und populistische Positionen erstarken lässt, engagiert sich der bbk berlin in Zukunft verstärkt für eine verbandsinterne und eine öffentliche Debatte über direkte und indirekte Zensur - erfolge sie wegen einer Abweichung von der Mehrheitsmeinungen, aus religiösen, wirtschaftlichen oder politischem Gründen. Diesem Ziel ist die Arbeit des bbk berlin und damit auch sein Vorstandes auch im Alltagsgeschäft verpflichtet.“

 

2. Beschluss zu den Grundsätzen der Atelierförderung

Antrag gestellt durch Cornelia Renz und Heidi Sill

"Die Mitgliederversammlung bestärkt den Atelierbeauftragten seine Arbeit in ihren Bestandteilen und Zielsetzungen fortzuführen:

  • Atelierbeauftragter und Atelierbüro entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin langfristig nutzbare und bezahlbare Ateliers für professionelle Bildende Künstlerinnen und Künstler.
  • Die öffentlich geförderten Ateliers werden über das Atelierbüro allen Bildenden Künstlerinnen und Künstlern zugänglich gemacht und angeboten. Ihre Vergabe erfolgt nach Prüfung der Dringlichkeit durch fachlich qualifizierte Vergabebeiräte, die mehrheitlich aus professionellen Bildenden Künstlerinnen und Künstlern bestehen: Für alle öffentlich geförderte Ateliers und Atelierwohnungen ist dies der vom Land Berlin berufene Vergabebeirat im Atelierbüro.
  • Für mögliche größere Standorte bzw. Objekte, die für eine künstlerische Nutzung zur Verfügung stehen sollen passende spartenübergreifende Nutzungskonzepte entwickelt werden. Daran wirkt der Atelierbeauftragte mit. Der bbk berlin tritt für eine gemeinsame Entwicklungszusammenarbeit der Sparten ein.
  • Räume und Flächen für Künstlerinnen und Künstler sollen dabei über die jeweilige Sparte vergeben werden, für die sie vorgesehen sind. Ein einziges übergeordnetes Vergabegremium, das für alle Kunstsparten gleichzeitig zuständig sein könnte, lehnt der bbk berlin ab, weil ein einziges spartenübergreifendes Gremium nicht bedarfsgerecht und fachlich qualifiziert entscheiden kann.

Die Mitgliederversammlung dankt dem Atelierbeauftragten Florian Schmidt für seine bisherige Arbeit und spricht ihm ihr Vertrauen aus."


Vorstand des bbk berlin e.V.
Patrick Huber, Zoë Miller, Herbert Mondry, Cornelia Renz, Thomas Schliesser, Heidi Sill, Sophie-Therese Trenka-Dalton

Weitere Informationen unter: www.bbk-berlin.de/con/bbk/front_content.php?idart=2078&refId=252

  

Die Geschäftsstelle bleibt vom 24.12.2018 bis zum 2.1.2019 geschlossen. Wir bitten um Verständnis.

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