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Standortkonzept „Aufbau Atelierhaus Palisadenstr. 89“

Pressemitteilung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten, 15.07.2016

Der Atelierbeauftragte informiert:

Projektantrag für das Standortkonzept „Aufbau Atelierhaus Palisadenstr. 89“ von Kulturverwaltung genehmigt

Die Kulturverwaltung des Berliner Senats genehmigt den Projektantrag des Atelierbüros für die Erstellung eines Standortkonzeptes für einen Haus-Aufbau und sichert damit die Atelier- und Musikprobenräume Palisadenstr. 89 / Atelierhaus Postost.

Das ehemalige Postgebäude in der Palisadenstraße wurde von der Telekom an einen privaten Investor verkauft, um am Standort einen Start-Up-Campus der Kreativwirtschaft zu entwickeln. Den Ansatz, die kreative Nutzung des Hauses beizubehalten, begrüßt die Kulturverwaltung grundsätzlich.

Die Kulturverwaltung unterstützt das Engagement des Atelierbeauftragten, Florian Schmidt, der Künstler und der anderen Akteure, die für den Erhalt des Atelierhauses kämpfen und neue städtebauliche Lösungsansätze entwickeln. Das Standortkonzept soll die Potenziale belegen, die die Koexistenz und idealerweise Verschränkung von Kunstproduktion und Start-Up´s an einem Standort haben können, und sieht einen Aufbau auf das Bestandsgebäude für Ateliernutzungen vor. Die bautechnische und baurechtliche Machbarkeit sowie die Höhe der nötigen Investitionen werden nunmehr im Rahmen des Standortkonzeptes geprüft.

Die Kulturverwaltung hofft den Mehrwert des Modells für den Investor sichtbar machen zu können und sichert ihre fachliche Unterstützung für die Umsetzung des Standortkonzeptes zu.
Da die Palisadenstraße hinsichtlich der Verdrängung von Künstlerinnen und Künstlern leider kein Einzelfall ist, geht die Kulturverwaltung mit der Bewilligung des Projektantrages gegenüber dem Eigentümer bewusst in Vorleistung, da innovative Lösungsansätze, die den Herausforderungen der wachsenden Stadt gerecht werden, Schule machen sollen.

Kulturstaatssekretär Tim Renner: „Wir sind bei privaten Liegenschaften immer auf die Kooperationsbereitschaft und den Willen der Eigentümer angewiesen, sich im Sinne der Stadt für die Berliner Mischung aus Wohnen und Arbeit einzusetzen und Raum für die künstlerische Produktion zu schaffen bzw. zu erhalten. Denn Berlin verdankt Image und Ausstrahlung wesentlich den Künstlerinnen und Künstlern der Stadt. Als Pioniere haben sie auf Freiflächen Stadtentwicklung gelebt und Berlin als internationales Zentrum der Kunstproduktion geprägt. Die Kulturverwaltung kann dank der vom Senat beschlossenen neuen Liegenschaftspolitik Einfluss auf den Umgang mit Landesliegenschaften nehmen. Aber die Nutzungskonkurrenzen sind gelegentlich erheblich und die Prozesse langwierig.  Die Unterstützung von Künstlern, die von Verdrängung betroffen sind, bleibt originäre Aufgabe der Kulturpolitik und -verwaltung.“

  

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