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VG Bild-Kunst :: „Privatkopie digital“ - Für eine gerechte Verteilung der Gelder!

Stimmrechtsübertragung für die BG I zur Mitgliederversammlung BG I am 28. Juli 2018 in Bonn

Die VG Bild-Kunst hat einen Systemwechsel vorgenommen. Eine gerechte Verteilung der Gelder für die „Privatkopie digital“ ist zur Zeit nur sehr eingeschränkt möglich.

Einige Korrekturen hat die Aktion #ich krieg weniger mit Unterstützung des bbk berlin e.V. erreicht.

  • Es gibt jetzt zusätzliche Möglichkeiten, um von der neuen „Kopiervergütung Kunstpräsentationen“ zu profitieren: So kann man zum Beispiel auch Kunst im öffentlichen Raum, Kunst am Bau, Performance, Aktions- und auch Netzkunst melden.
  • Die VG Bild-Kunst hat Ihre Pläne, eine Bilddatenbank aufzubauen, bekräftigt. Diese soll ähnlich wie die Datenbanken der VG-Wort oder der GEMA funktionieren. Allerdings ist Geduld angesagt - die Bilddatenbank ist Zukunftsmusik. Daher hat der bbk berlin e.V. gemeinsam mit #ich krieg weniger entschieden, dass wir uns neben unserem Kampf für eine anlassbezogene Ausschüttung weiter für eine Verbesserung des aktuellen Verteilplans einsetzen.

Unser Ziel ist es, dass alle Ausdrucks- und Erscheinungsformen zeitgenössischer Kunst, die im Internet, in der Presse, in Büchern und Ausstellungen öffentlich zugänglich und damit kopierbar sind, an den Ausschüttungen (wieder) partizipieren: Dabei spielt es keine Rolle, ob die Veröffentlichung ausschließlich im Internet stattfindet oder in Büchern, ob mit oder ohne Verlag etc. Denn wenn Bilder kopiert werden, steht den Urhebern ihr Anteil zu und den sollen sie auch erhalten.

Dieser Politik folgend wird der bbk berlin e.V. auf der Mitgliederversammlung der VG Bild-Kunst am 28. Juli 2018 den folgenden 6 Anträgen von insgesamt 20 Anträgen nicht zustimmen:

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Nicht zustimmen können wir:
Antrag 9 – BG I Änderungen Kopiervergütung Kunstausstellungen

  • Obwohl mit diesem Antrag eine Erweiterung meldefähiger Kunstpräsentationen durchgesetzt wird, für die wir stark gekämpft haben, sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Viele Kunstpräsentationen und -abbildungen im Netz und in den Medien, werden weiterhin nicht berücksichtigt. Zusätzlich gibt es die willkürliche Beschränkung auf maximal 12 meldefähige Kunstpräsentationen pro Jahr, was automatisch zu einer Begrenzung einer möglichen Vergütung führt.
  • Für Präsentationen außerhalb Deutschlands erscheint das vorliegende Modell deutlich ungerecht. Die Liste der benannten Museen schließt die meisten internationalen Kunstpräsentationen aus.

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Nicht zustimmen können wir:
Antrag 11 & 12 – Einführung Privatkopie Bild Digital „Korrekturen Privatkopie Bild Analog“
Was bei den Künstlern der „neue Verteilplan Kunstpräsentationen“ ist, ist bei den Fotografen und Designern der „neue Verteilplan Honorare“. Obwohl die VG Bild-Kunst die Gelder für die „Privatkopie digital“ unter allen Urhebern gleich verteilen müsste, verteilt sie die Gelder in der Berufsgruppe BG II nach dem neuen Verteilplan in Abhängigkeit von geflossen, also nachzuweisenden Honoraren. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bilder veröffentlicht wurden, – das für die Bilder gezahlte Honorar zählt.[1]
Dieses Vorgehen benachteiligt viele Urheber und daher lehnen wir diese Anträge ab.
[1] Wer kein Honorar erzielt, kann maximal 200 Einzelbilder melden, die dann mit einem fiktiven Honorar berechnet werden.

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Nicht zustimmen können wir:
Antrag 15 – BG I & II – Änderungen Bibliothekstantieme
Es gibt grundsätzliche Bedenken gegen eine starre Quotenverteilung zwischen den einzelnen Berufsgruppen, Werkarten etc.. Die VG Bild-Kunst handelt in diesem Punkt nicht transparent genug. Der Quotenverteilung liegen laut VG Bild-Kunst empirischen Untersuchungen zugrunde. Eine solche Festlegung erscheint jedoch willkürlich. Erst die Einführung einer Bilddatenbank würde eine transparente Grundlage schaffen.

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Nicht zustimmen können wir:
Antrag 16 – BG I & II – Verlegerbeteiligung
Die Verlegerbeteiligung an den Einnahmen der VG Bild-Kunst lehnen wir grundsätzlich ab. Im Bereich der Bildenden Kunst haben die Verleger nachweislich ihr Geschäftsmodell dahingehend geändert, dass sie das wirtschaftliche Risiko von Publikationen auf die Künstler*innen oder die Kunstinstitutionen übertragen haben. Es erscheint uns nicht gerechtfertigt, dass sie eine Beteiligung an Einnahmen erhalten, die nur den Urhebern zustehen.

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Nicht zustimmen können wir:
Antrag 19 – BG I, II, III – Anpassung Bagatellgrenze Ausschüttung
Den Antrag zur Anpassung der Bagatellgrenze lehnen wir ab, weil gerade Mitglieder der Berufsgruppe BG I (Künstler*innen), deren Ausschüttungen eher niedrig zu erwarten sind, davon besonders betroffen wären.

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Allen weiteren Anträgen (1-8, 10, 13-14, 17-18, 20) werden wir zustimmen.

Der bbk berlin wird auf der Mitgliederversammlung der VG Bild-Kunst am 28. Juli 2018 von Stimmführerinnen vertreten.
Wer sich unseren Empfehlungen anschließen will, kann seine Stimme bis zum 24.7. an den bbk berlin übertragen.

Kreuzen Sie den berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V. auf dem Formular an, unterschreiben es und senden es an die VG Bild-Kunst. Falls Sie das Formular verlegt haben, finden Sie im Anhang (auf unserer Website) ein neues. Bitte direkt an die VG Bild-Kunst senden (per Mail, Post, Fax)

Wer noch kein Mitglied der VG Bild-Kunst ist, kann den Vertrag unter folgendem Link anfordern: http://www.bildkunst.de/service/mitglied-werden/vertrag-anfordern.html


Mit kollegialem Gruß
bbk berlin
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Information zur Meldung von Privatkopien: Nach dem neuen Verteilungssystemen "Kopiervergütung Kunstpräsentationen" und "Privatkopie Bild Digital“ müssen diese bis zum 31. August 2018 bei der VG Bild-Kunst eingehen.

Informationen zur Aktion: http://www.ich-krieg-weniger.de

  

bbk berlin e.V.

Köthener Straße 44
10963 Berlin

tel 030 230899-0
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