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Kurze Vorbemerkung zu den aktuellen Haushaltsberatungen

Pressemitteilung des bbk berlin vom 13.09.2019

Der Entwurf für den kommenden Kulturhaushalt, so Kultursenator Dr. Klaus Lederer, setze einen Schwerpunkt auf die Bildende Kunst. Die Künstler*innen haben davon wenig bis nichts. Die zusätzlich in den Kulturhaushalt eingestellten Mittel fließen zum großen Teil in die geplanten Tariferhöhungen für Angestellte im Kulturbereich und in die vom Land Berlin selbst angehobenen Mieten für Kulturimmobilien. Eine Verbesserung der individuellen Künstler*innen-Förderung, etwa durch deutlich mehr Stipendien für Bildende Künstler*nnen, ist gar nicht vorgesehen.

Zwar ist anzuerkennen, dass der Senat den großen Atelierbedarf sieht. Aber er plant für 2020 und 2021 insgesamt nur etwa eine Million Euro für die Neuanmietung von Ateliers für Bildende Künstler*innen ein. Das ist viel zu wenig. Nötig ist auch nach Meinung des Berliner Atelierbeauftragten, Dr. Martin Schwegmann, das Vierfache dieser Summe. Die Folge: Der Ateliernotstand wächst in Berlin ungebremst. 

Vor einem Jahr wurde durch die Studie „Studio Berlin III. Situation Berliner Künstler*innen und Gender Gap" des Instituts für Strategieentwicklung – IFSE, Hergen Wöbken, in Zusammenarbeit mit dem bbk berlin der dringende Handlungsbedarf zur Verbesserung und Ausweitung der Künstler*innen-Förderung aufgezeigt. Berlin sollte, nein muss, jetzt handeln, wenn es der attraktive Ort für Künstler*innen in Europa bleiben will. Noch kann das Abgeordnetenhaus Einfluss auf den Entwurf zum Kulturhaushalt 2020/21 nehmen – wir rufen dazu auf!

 

berufsverband bildender künstler*innen berlin
Zoë Claire Miller, Heidi Sill – Sprecherinnen des bbk berlin 

  

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