Aktuelles   –   Kontakt   –   Drucken

Zurück zur Übersicht

Der bbk berlin informiert: Unterstützerbrief / letter of support nGbK

Berlin, 11.12.2019

"Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) sieht ihre Arbeit akut gefährdet.

Sie fordert von der Berliner Kulturpolitik dauerhafte Lösungen, um ihre Arbeit fortführen zu können. Die nGbK muss in den Berliner Landeshaushalt aufgenommen werden. Der gefährdete Standort in der Kreuzberger Oranienstraße muss gesichert werden. Der Verein fordert die im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien, den Berliner Senat und die Kulturverwaltung zu sofortigen Gesprächen auf, um die Arbeit des Vereins dauerhaft und verlässlich zu sichern. Die Beteiligten sollten nicht hinter ihren Zusagen zurückbleiben.

Die Entscheidung der Kulturpolitik, den Verein trotz seiner institutionellen Verantwortung und Aufgaben auch im Haushalt 2020/21 im Rahmen der Erhöhung des Kulturetats nicht aus der Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin zu lösen und durch einen Haushaltstitel zu stabilisieren oder zumindest den mehrfach angemeldeten Fehlbedarf von 210.000 Euro zu decken, führt die Institution in eine finanzielle Notlage. Dadurch fehlen der nGbK 22% der benötigten Mittel, um das Programm und ihre Arbeit aufrecht zu erhalten.

Die Weiterführung des Programms des dezentralen Standorts station urbaner kulturen in Berlin Marzahn-Hellersdorf, eine Anpassung der Arbeitsbedingungen und die adäquate Ausstattung der Projektvorhaben für 2020 sowie die tariflich angemessene Entlohnung der Mitarbeiter_innen sind somit nicht möglich.

Wir senden Euch/Ihnen einen Brief mit dem wir uns an die Kulturpolitik Berlins wenden.

Wir möchten dich/Sie bitten oder fragen, ob auch du/Sie als Unterzeichner_innen dabei sein willst/wollen.
Auch über Weiterleitung freuen wir uns. Ihre/Eure Unterzeichnung bitten wir unter: office@ngbk.de verbindlich mitzuteilen.

Es würde uns sehr viel bedeuten, wenn du/Sie dabei bist/sind.

Mit freundlichen Grüßen
Die Mitglieder der nGbK"


Unterstützerbrief / letter of support nGbK

Berlin, 11.12.2019
Betreff: Finanzierung und Standort gefährdet: Die nGbK fordert die rasche und dauerhafte Sicherung ihrer Arbeit

Sehr geehrter Regierender Bürgermeister Michael Müller, sehr geehrter Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer, sehr geehrte kulturpolitische Sprecher_innen im Abgeordnetenhaus Berlin, aufgrund der Entscheidungen im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zum Landeshaushalt 2020/21, sieht sich die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) in ihrer Existenz bedroht und bittet um Ihre kulturpolitische Unterstützung.

Seit Jahren gibt es einen strukturellen Widerspruch hinsichtlich der Projektförderung der nGbK durch die LOTTO-Stiftung Berlin und eine Diskussion auf politischer Ebene (Senatsverwaltung und Abgeordnetenhaus) darüber, den Verein in seinen gesamtstädtischen Aufgaben (u.a. Dezentralität, kulturelle Teilhabe, Demokratisierungsschule) als Institution durch einen Haushaltstitel zu verstetigen.

Seit ihrer Gründung 1969 und mit momentan ca. 950 Mitgliedern, ist die nGbK eine wichtige Akteurin des Berliner Kulturbetriebs und stellt über Berlin hinaus ein beispielhaftes Modell eines niederschwelligen, interdisziplinären und basisdemokratischen Kunstvereins dar. Der Verein übernimmt seit Jahren kulturpolitische und bildungsrelevante Aufgaben im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs und agiert als verlässliche institutionelle Partnerin (u.a. Beratung der Senatsverwaltung).

Uneingeschränkt wird der nGbK von allen kulturpolitischen Sprecher_innen eine ›Best Practice‹-Rolle hinsichtlich der partizipatorischen Methoden und Ansätze zugesprochen.

Die Entscheidung der Kulturpolitik, den Verein trotz seiner institutionellen Verantwortung und Aufgaben auch im Haushalt 2020/21 im Rahmen der Erhöhung des Kulturetats nicht aus der Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin zu lösen und durch einen Haushaltstitel zu stabilisieren oder zumindest den mehrfach angemeldeten Fehlbedarf von 210.000 Euro zu decken, führt die Institution in eine finanzielle Notlage. Dadurch fehlen der nGbK 22% der benötigten Mittel, um das Programm und ihre Arbeit aufrecht zu erhalten.

Die Weiterführung des Programms des dezentralen Standorts station urbaner kulturen in Berlin Marzahn-Hellersdorf, eine Anpassung der Arbeitsbedingungen und die adäquate Ausstattung der Projektvorhaben für 2020 sowie die tariflich angemessene Entlohnung der Mitarbeiter_innen sind somit nicht möglich.

Verschärft wird diese bedrohliche Situation dadurch, dass der Mietvertrag der nGbK in der Oranienstraße 25 Mitte 2022 ausläuft. Eine Förderung auf Projektebene stellt für die Vertragsverhandlungen und die eventuelle Suche nach einem neuen Standort eine erschwerte Verhandlungsposition dar.

Aufgrund dieser Umstände bitten wir, den realen finanziellen Bedarf der nGbK im aktuellen Haushaltsplan zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Mitglieder der nGbK

Präsidium / Vorstand: Ingo Arendt, Kathrin Busch, Çağla İlk

Koordinationsausschuss:
Ulf Aminde, Selda Asal, Sandra Bartoli, Jochen Becker, Jennifer Bennett, Thomas Dierkes, Ernest, Joerg Franzbecker, Moritz Gramming, Katharina von Hagenow, Christian Hanussek, Sara Hillnhütter, Yayla Höpfl, Sonja Hornung, Ulrike Jordan, Lorena Juan, Paula-Marie Kanefendt, Marenka Krasomil, Kornelia Kugler, Silvan Linden, Annette Maechtel, Cassandra Mehlhorn, Marie Meyer, Adam Page, Ulrike Riebel, Elske Rosenfeld, Andreas Rost, Miriam Schickler, Vincent Schier, Johanna Werner, Kai Wisotzky

- Unterstützer_innen

  

bbk berlin e.V.

Köthener Straße 44
10963 Berlin

tel 030 230899-0
fax 030 230899-19

info@bbk-berlin.de